Vernetzung und Zusammenhalt – Das Vernetzungstreffen der WIR Lotsen-Projekte

Das Netzwerktreffen der WIR-Integrationslots*innen-Projekte in Wiesbaden Mitte Oktober zeigte einmal mehr deutlich, dass die Herausforderungen in den Teams nicht weniger werden. Das Thema des Treffens lautete: Engagement kennt keine Herkunft, oder doch? Es wurde unter anderem ein Blick darauf geworfen, was sich seit Beginn des Ukrainekrieges verändert hat – allgemein und in den Lots*innen-Teams. Mit dabei waren auch die hauptamtliche Koordinierende Isabel Martiner und Tülay Kuzkaya (eine von zwei ehrenamtlich koordinierenden Lotsinnen) des Teams aus Rödermark, um sich in den Workshops auszutauschen.

Marion Nickel vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration stellte in ihrem Grußwort fest: „Zur Zeit bewegen uns vielfältige Themen wie Klimawandel, Energiekrise, Ukrainekrieg, Migration und Zuwanderung. In den Debatten darüber wird auch klar, dass manchmal der Ton recht rau wird. Umso wichtiger ist der Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Dieser Zusammenhalt trägt wesentlich zum Wirken der Integrationslotsinnen und -lotsen bei.“ Aktuell sind in 50 hessischen Projekten über 1.000 Lots*innen aktiv.

Um möglichen Gefühlen der Ungleichbehandlung entgegen zu wirken, haben Isabel Martiner und Tülay Kuzkaya für ihr Wirken ins Team mitgenommen: Rollenklärung für die Lots*innen und mehr Informationen und Rüstzeug vor allem für die ehrenamtliche Koordination des Teams. Für den Auftrag nach außen will Isabel Martiner darauf achten, dass in Rödermark keine Doppelstrukturen entstehen. „Meine Aufgabe ist unter anderem, die Tätigkeit unseres Teams und die Struktur – ehrenamtlich, zeitlich begrenzt, Hilfe zur Selbsthilfe … – erkennbar zu machen. Wir sind nach wie vor für alle Ratsuchenden da.“

Integrationslotsinnen - und lotsen

Mit dem Projekt werden kompetente, mehrsprachige Frauen und Männer mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund in Kitas, Familienzentren und Schulen sowie im Stadtteil tätig.

Ihr ehrenamtliches Engagement stellt einen wichtigen Baustein innerhalb der Kommune da

Eltern- und Sprachlotsinnen und -lotsen unterstützen Familien mit Migrationshintergrund sowohl innerhalb der Kitas und Schulen als auch im Übergang von Familienzentren und Kindertageseinrichtungen zu den Grundschulen als auch im Übergang von Grundschulen zur weiterführenden Schule und innerhalb der Stadt.

Es soll die Zusammenarbeit und Vernetzung von allen Beteiligten und Menschen mit Migrationshintergrund dauerhaft angelegt sein. Eine umfassendere Förderung der Menschen, insbesondere Eltern und Kinder sowie Menschen mit geringen Deutschkenntnissen mit Migrationshintergrund soll damit gelingen.

Sie sind ein wichtiger Baustein für die Integration.

Informationen über die Angebote und Aktivitäten der Integrationslotsinnen- und lotsinnen aus Rödermark finden Sie hier.


„Sprachmittlung gesucht? - Wir begleiten mehrsprachig“

Die Sprachlots:innen sind ausgebildete und zertifizierte Frauen und Männer, die sowohl Deutsch als auch mindestens eine zusätzliche Sprache sprechen und Menschen aller Altersgruppen mit Migrationshintergrund in verschiedenen Situationen begleiten.

Sie können zur Unterstützung bei Institutionen, Behörden und Ämtern und auch als Begleitung zu Beratungsstellen sowie zu Arztpraxen hinzugezogen werden.

Die Sprachlotsinnen und -lotsen stehen unter Schweigepflicht. Die Anliegen der Hilfesuchenden werden nicht in Datenbanken erfasst.

Die Begleiter:innen verfügen über Kompetenzen, Menschen weiterzuleiten, helfen bei Übersetzungen und bilden als Ansprechpartner:innen eine Brücke zwischen Institutionen und Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund.

Sie erreichen das Sprachlotsentelefon über folgende Telefonnummer: 0160 – 6165705

Das Telefon ist montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 9.00 -14.00 Uhr erreichbar.

Sollten Sie außerhalb dieser Zeiten anrufen dann hinterlassen Sie bitte eine Nachricht. Sie werden dann schnellstmöglich zurückgerufen.


Elternlotsinnen und -lotsen in Kitas und Schulen

Die Elternlots:innen sind ausgebildete und zertifizierte Elternteile, die sowohl Deutsch als auch mindestens eine zusätzliche Sprache sprechen und Familien mit Migrationshintergrund in verschiedenen Situationen begleiten. Sie stehen unter Schweigepflicht.

Sie können zur Unterstützung in den Kindertagesstätten, Familienzentren oder Schulen hinzugezogen werden.
Die Elternlotsinnen und -lotsen verfügen über Kompetenzen, Familien zu Beratungsstellen weiter zu leiten, begleiten Angebote für Eltern und bilden als Ansprechpartner:innen eine Brücke zwischen Institutionen und Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund.

 

 

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