Film des Monats: „Colette“

|   Aktuelles

An den ersten beiden Februar-Dienstagen in den Neuen Lichtspielen

Colette war eine der erfolgreichsten französischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts und gleichzeitig eine der schillerndsten Gestalten der kulturellen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Der britische Regisseur Wash hat sich in seiner Filmbiographie, schlicht „Colette“ betitelt, den frühen Jahren der Kulturikone gewidmet, die nach ihrem Tod 1954 als erste Frau überhaupt in ihrem Heimatland ein Staatsbegräbnis erhielt. Das „Biopic“, in dem Keira Knightley die Hauptrolle und Dominic West ihren Ehemann spielt, schildere die erste Ehe der Autorin „als inspirierenden Ritt durch eine verruchte Epoche“, meinte das renommierte Branchenblatt „epd Film“. Die Neuen Lichtspiele zeigen den Streifen, der am 3. Januara in den deutschen Kinos anlief, als Rödermarks Film des Monats Februar an den ersten beiden Dienstagen (5./12.) ab 20 Uhr.

Als Sidonie-Gabrielle Colette den erfolgreichen Pariser Autoren Willy heiratet, ändert sich ihr Leben schlagartig: Sie zieht aus dem ländlichen Frankreich ins turbulente Paris und wird Teil der intellektuellen und kulturellen Elite. Willy, der von einer Schreibblockade geplagt ist, überzeugt seine junge Frau, für ihn als Ghostwriter zu arbeiten. In ihrem Debütroman erzählt Colette die Geschichte einer selbstbewussten, jungen Frau namens Claudine. Ein halb-autobiografischer Roman, der unter Willys Namen zum Bestseller wird und ihm Reichtum und Ruhm verschafft. Schnell entstehen weitere Claudine-Bestseller – geschrieben von Colette – und schließlich eine ganze Markenwelt. Nach und nach beginnt Colette den Kampf darum, gesellschaftliche Zwänge zu überwinden und sich als wahre Autorin der erfolgreichen Bücher offenbaren zu können, um ihre Werke für sich zu beanspruchen.

Zurück
Back to Top