Mit Kaffee und Kuchen haben Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung am 28. Februar den Geburtstag von Jaky Hecht gefeiert und seiner am Mandelbäumchen an der Rilkestraße gedacht. Der Sohn der jüdischen Schuhhändlerin Berta Hecht aus der Frankfurter Straße, der 1939 als Zwölfjähriger dem Rassenwahn der Nazis entkommen war, wäre am vergangenen Donnerstag 92 Jahre alt geworden.
Ein Kinderrettungswerk hatte Jaky Hecht zur Flucht nach Palästina verholfen. Nach dem Krieg kehrte er immer wieder nach Ober-Roden zurück und besuchte Nachbarn und Freunde. In einer kurzen Ansprache würdigte ihn Bürgermeister Roland Kern für seine Verbundenheit mit der alten Heimat. Oliver Nedelmann trug zusammen mit der ehemaligen Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Beldermann einen passenden Ausschnitt aus seinem neuen Theaterstück „Mer pagge des“ bei, das 100 Jahre Ober-Rodener und Urberacher Geschichte in 18 Szenen lebendig macht: Nedelmann versetzte sich zurück in die Pogromnacht im November 1938, als auch das Geschäft der Hechts zerstört wurde. Das Stück wird übrigens im Rahmen des Festivals „Kultur ohne Grenzen“ das ganze Jahr über mehrere Male gespielt. Premiere ist am 17. März ab 17 Uhr im Rothaha-Saal des Bücherturms.






