Klima-Auszeichnung Rödermark

Wie viel Klimaschutz steckt in Ihrem Zuhause?

Ressourcen- und Energiesparen, Preis gewinnen und doppelter Sieger sein.

Die Stadt Rödermark suchte 2018 Bürgerinnen und Bürger, die in Ihrem Zuhause bereits Maßnahmen zum Klimaschutz und der Gebäudemodernisierung umgesetzt haben. Mit dem Wettbewerb sollten beispielhafte Klimaschutzhaushalte in Rödermark und das vielseitige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern gewürdigt werden. Dazu verlieh die Stadt Rödermark erstmalig die "Klima-Auszeichnung Rödermark".

Daniela Sommer und Sebastian Groh sind die Gewinner der von der Stadt erstmals ausgelobten Klima-Auszeichnung Rödermark. Sowohl in der Bauweise als auch im Energieverbrauch ist ihr Neubau nach Ansicht der Jury ein Vorbild. Der mit 500 Euro dotierte Preis – gesponsert von der Sparkasse Dieburg – war ausgeschrieben für Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem Zuhause Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Gebäudemodernisierung umgesetzt haben. Bürgermeister Roland Kern überreichte die Auszeichnung während eines unterhaltsamen Abends zum Thema „Gebäudemodernisierung“. Kern kündigte an, dass der Wettbewerb im kommenden Jahr erneut stattfinden wird, dann allerdings in getrennten Kategorien für Neu- und Altbauten.

Das Profil des Gewinnergebäudes liest sich bilderbuchmäßig, denn es besitzt eine allseitige Fassadendämmung, eine Dachdämmung und dreifachverglaste Fenster. Durch eine 6-kWp-Photovoltaik-Anlage und einen Stromspeicher können mehr als 60 Prozent des selbst erzeugten Stroms genutzt werden. Darüber hinaus verfügt das Haus über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie eine kontrollierte Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung. Die umgesetzten Maßnahmen führen dazu, dass der Gesamtheizenergieverbrauch pro Quadratmeter beheizte Wohnfläche im Jahr unter 50 Kilowattstunden liegt – bei einer beheizten Wohnfläche von über 140 Quadratmetern.

Wir haben den Gewinnern vier Fragen gestellt.

Frage: Was hat Sie dazu bewegt, dass Sie ihren Neubau so energieeffizient gebaut haben?

Unsere beiden primären Ziele waren die Kostenreduzierung für Heizung, Strom, Wasser etc. und möglichst autark zu sein. Eine gewisse Unabhängigkeit von den Strom-/Gas-Ölpreisen und des Wetters (Zisterne) waren für uns essentiell. Wichtig war für uns also auch, ein Hausbauunternehmen zu wählen, für das Energieeffizienz eine große Rolle spielt. So waren die Dämmstärke an den Außenwänden und am Dach sowie die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im Standardpaket mit drin.

Frage: Haben Sie sich beraten lassen oder eigenständig informiert? Wie und wo?

Wir haben uns hauptsächlich eigenständig informiert. Wie gesagt, das Hausbauunternehmen bietet zum Thema Energieeffizienz sehr viel an und wir haben auch viel mit dem Architekten gesprochen. Sein Wissensstand war leider nicht lange besser als unserer (;-) ). Wir haben aber auch das Angebot einer Energieberatung in Rodgau genutzt. Da wollten wir Hausbauunternehmen-unabhängige Informationen (ohne den Verkaufs-Gedanken der Hausanbieter).

Frage: Sie haben Fördermittel erhalten. Wie viel Aufwand war die Beantragung der Fördermittel?

Wir konnten glücklicherweise noch von den Fördermitteln profitieren (ich glaube mindestens ein Förderprogramm ist mittlerweile abgelaufen). Der Aufwand war nicht groß. Die Unterlagen vom Hausbauunternehmen (z.B. Energieausweis) waren ja vorhanden. Wir hatten ein paar Rückfragen, aber die hat uns Herr Bury immer schnell und zufriedenstellend beantwortet.

Frage: Würden Sie ihr Haus erneut so bauen?

Ohja, wir würden auf jeden Fall wieder so bauen bzw. mit dem dann aktuellen Stand der Technik. Z.B. die Speichertechnik (Akkus) wird ja immer besser. Eventuell würden wir sogar mit einer größeren Photovoltaikanlage oder einer Solarthermie bauen. Wir fühlen uns sehr wohl, die Kosten sind sehr niedrig (z.B. im Vergleich zu den "Altbauten" unserer Eltern), das Wohnklima ist angenehm und wir belasten die Umwelt nicht unnötig.


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