Umgestaltung und grundhafte Erneuerung des Inneren Rings

Machen Sie mit!

Wie sollen die Sitzgelegenheiten im Inneren Ring zukünftig aussehen? Welchem Gestaltungsstil folgen Beleuchtung, Müllbehälter und Fahrradständer? Diese Ausstattungsgegenstände werden im Zuge der Straßenbaumaßnahme 2022 im Inneren Ring neu eingebaut und die Rödermärker Bürgerinnen und Bürger sind bi 30. Dezember eingeladen, bei der Entscheidung mitzuwirken.

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Beschreibung der Baumaßnahme

Bestandssituation / Veranlassung der Baumaßnahme

Die Stadt Rödermark wurde Ende 2017 mit der Gesamtmaßnahme „Ortskern Ober-Roden“ in das Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau Hessen“ aufgenommen und beabsichtigt im Zusammenhang mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) Rödermark, den Inneren Ring grundhaft zu erneuern.
Der planungsbetroffene Bereich liegt zentral im historischen Ortskern („Fränkischer Rundling“) des Stadtteils Ober-Roden. Westlich der Hauptverkehrsadern Frankfurter Straße / Dieburger Straße bilden die Pfarrgasse und Heitkämperstraße einen Teil des Inneren Rings rund um die katholische Kirche St. Nazarius mit angrenzender Bebauung. Gegenüberliegend auf der östlichen Seite der Hauptverkehrsader gehören die Dockendorffstraße und die Glockengasse zum Maßnahmengebiet des Inneren Rings.
 
Die Stadt Rödermark hat durch das Büro Rittmannsperger Architekten und in Kooperation mit der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung (FFS) ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellen lassen, dass u.a. das Entwicklungskonzept für das Förderprogramm Stadtumbau in Hessen „Ortskern Ober-Roden“ betrachtet.
Hinsichtlich der bereits 2010 stattgefundenen Erneuerung des Marktplatzes und der Frankfurter Straße gibt es einen vorhandenen Ausbaustandard, der fortgeführt werden oder eindeutig erkennbar als Bindeglied für den weiteren Ausbau stehen soll.
Das Ingenieurbüro Hampel ist seitens der Stadt Rödermark mit der Erstellung der zugehörigen Planung der Verkehrsflächen beauftragt.
 

Beschreibung der geplanten Straßenbaumaßnahme

Im Zuge der Baumaßnahme werden im „Inneren Ring“ in Ober-Roden die Fahrbahn- und Gehwegflächen grundhaft erneuert. Die Planung sieht vor, dass der Straßenraum niveaugleich als Mischfläche gestaltet wird. Der geplante Aufbau geht über die komplette Parzellenbreite der Verkehrsfläche. Zur Ausgestaltung ist eine Pflasterfläche samt einer mittigen Rinnenführung vorgesehen – mit Übergangs-/ Anschlussbereichen an die bereits bestehende beidseitige Rinnenführung der Pfarrgasse, Heitkämperstraße, Schulstraße und an die Dieburger Straße. Die vorhandene Gestaltung des Pflasteroberbaus der Einmündung Pfarrgasse und Frankfurter Straße/ Marktplatz (Pflasterbestand 2010/12) wird fortgeführt.
 

Verkehrsrechtliche Festlegungen / Einbahnstraßenregelung

Gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Rödermark wurden die bestehenden und zukünftigen Fahrbeziehungen abgestimmt.
Zusätzlich zu den vorhandenen Einbahnstraßen wird in der Heitkämperstraße westlich der Einfahrt zur Heitkämperstraße 6 eine Einbahnstraßenregelung vorgesehen. Ebenfalls zur Einbahnstraße wird die Pfarrgasse zwischen Heitkämperstraße und Rathausstraße.
Die bestehende Einstufung als Tempo 30 – Zone bleibt auch zukünftig erhalten.

Gestaltung Parkplätze

Die Parkfläche gegenüber Pfarrgasse 23/25 erhält passend zur zukünftigen Einbahnstraßenregelung fünf als Schrägparker angeordnete Parkplätze, die zur bestehenden Bebauung mit einer Grünfläche umrandet ist. An der Ecke zur Heitkämperstraße werden die Parkflächen durch einen Baum mit Grünfläche sowie einer neuen Sitzgelegenheit begrenzt.
Bei der Heitkämperstraße 1/1A sind im nach hinten gerücktem und verbreitertem Bereich zwei einzelne Parkplätze mit einem Baumstandort und Grünfläche parallel zur Straße angeordnet.
Die Parkfläche der Pfarrgasse 13 erhält im vorderen Bereich einen Behinderten-Parkplatz und daran anschließend fünf schräg angeordnete Parkplätze sowie zwei weitere im hinteren Bereich. Ergänzt werden die Parkplätze dazwischen mit einem Baumstandort/ Grünfläche und von einer Grünfläche entlang der Mauer zur Pfarrgasse 15.

Baumstandorte, Blumenkübel, Grünflächen

Die Standortplanung erfolgte unter Berücksichtigung der vorhandenen Leitungstrassen und örtlichen Gegebenheiten in Abstimmung mit dem Grünflächenamt der Stadt Rödermark.
Der bestehende Weinstock an der Pfarrgasse 7 sowie die drei bestehenden Bäume an der Kindertagesstätte St. Nazarius, Pfarrgasse 8 bleiben erhalten.
Im Bereich des „Inneren Rings“ sind neun weitere neue straßenbegleitende Bäume vorgesehen. Die Baumstandorte sind jeweils von Grünflächen umgeben.
Des Weiteren werden an drei Standorten in der Pfarrgasse Blumenkübel angeordnet.
Die Grünflächen an den Baumstandorten werden ergänzt durch zwei weitere große Flächen an den beiden Parkplätzen gegenüber Pfarrgasse 23/25 und Pfarrgasse 13 sowie durch drei Flächen in der Dockendorffstraße 19, 22, 24, einer Fläche an der Einmündung Heitkämperstraße/ Pfarrgasse und kleineren Flächen bei der Pfarrgasse 8.

Sitzgelegenheiten

Es wurden drei neue „Verweilorte“ geplant. Sie befinden sich an der Kindertagesstätte St. Nazarius, Pfarrgasse 8 zwischen den bestehenden Lichtschächten und den davor geplanten Grünflächen, am Parkplatz gegenüber Nr. 23/25 sowie neben der Grünfläche in der Dockendorffstraße 19 an der Einmündung der Weihgasse.

Beleuchtung

Im Untersuchungsgebiet sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt unterschiedliche Leuchtelemente vorhanden. Im Ausbaubereich wird die Beleuchtung auf LED umgestellt; die Beleuchtungsmaste werden erneuert und auf das Gesamtkonzept der Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraums angepasst.

Barrierefreiheit

Die Barrierefreiheit ist im gesamten zu beplanenden Bereich durch den niveaugleichen Ausbau über die komplette Parzellenbreite und einheitlicher Oberfläche von Straße und Gehwegbereich gewährleistet.
Der Berater für Barrierefreiheit im Ortsverband Ober-Roden hat seine Stellungnahme zur Maßnahme vorgelegt.

Anliegerversammlung und Anliegerbeteiligung

Das für die Planung beauftragte Ingenieurbüro Hampel sowie das Stadtumbaumanagement Büro Rittmannsperger haben bei einer Informationsveranstaltung am 30. August 2021 die Entwurfsplanung zur Umgestaltung und zur grundhaften Erneuerung der Straßenflächen den betroffenen Anliegern vorgestellt. Im Downloadbereich finden Sie die Präsentation der Veranstaltung mit den Informationen zur Vorentwurfsplanung.
Die Anwohner wurden darauf hingewiesen zu prüfen, ob Maßnahmen anstehen, die in den öffentlichen Straßenraum eingreifen (z.B. Gashausanschluss, Keller isolieren, Gerüstaufbau). Weiterhin wurden Anregungen / Anmerkungen zur Planung, z.B. Einschätzung zu den vorgesehenen Grünflächen, den Standorten der Verweilorte bzw. Sitzgelegenheiten, den Informationstafeln mit den Anwohnern besprochen, dokumentiert und in der Planung ausgewertet.

Versorgungsleitungen

Im Sinne einer ganzheitlichen Sanierung im Zuge einer Mehrspartenstrategie wurden alle Versorger hinsichtlich vorgesehener Erneuerungen / Mitverlegungen angefragt.    
Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:    

ZVG Dieburg (Trinkwasserversorgung)

Die Straßenzüge Dockendorffstraße, Glockengasse und Heitkämperstraße mit deren Trinkwasserhaupt- und Hausanschlussleitungen wurden bereits zwischen 1998 und 2010 saniert. Hier besteht seitens des ZVG Dieburg (Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg) kein Sanierungsbedarf.
Die Trinkwasserhauptleitung der Pfarrgasse wurde Anfang der 80er Jahre saniert.
Hier wird durch eine vor Ort-Begehung geprüft, welche Hausanschlussleitungen saniert werden müssen.

e-netz Südhessen (Strom) / ENTEGA Medianet (Glasfaser)

Stromseitig besteht in Bezug auf die vorhandene Kabellage kein Erneuerungsbedarf durch die e-netz Südhessen. Je nach Erfordernis werden die Kabel im Zuge der Straßenbaumaßnahme tiefergelegt.
In Bezug auf den Glasfaserausbau wird die Verlegung von Speedpipe-Rohren e-netz-intern geprüft.

E-Netz Südhessen (Gas)

Von E-netz Südhessen werden mehrerer Gasnetzanschlüsse im Maßnahmenbereich erneuert.

Stadt Rödermark

Zusätzlich beabsichtigt die Stadt Rödermark die beidseitige Verlegung von Leerrohren. Diese sollen für einen zukünftigen Glasfaserausbau zur Verfügung gestellt werden.

Kanalmaßnahmen

Die Kommunalen Betriebe Rödermark planen, den Hauptkanal in der Pfarrgasse (zwischen Heitkämperstraße und Rathausstraße) zu verlängern.
Die Regenfallrohre, die aktuell auf den Gehweg / die Fahrbahn entwässern, werden an den Kanal angeschlossen. Die Schachtabdeckungen werden ausgetauscht und erforderliche Anpassungen an den Schächten vorgenommen.

Baubeginn / Bauzeit

Nach den Arbeiten für die Wasserhausanschlüsse und den Arbeiten im Bereich der Gasversorgung ist vorgesehen, voraussichtlich im April des kommenden Jahres (2022) mit den Straßenbauarbeiten zu beginnen.
 
Die Bauabschnitte und der genaue Bauablauf werden im weiteren Verlauf der Planungserstellung konkretisiert und festgelegt.
 
Seitens der beauftragten Baufirma wird es ein separates Informationsschreiben mit Benennung der vorgesehenen Bauzeit und den relevanten Kontaktdaten an die Anlieger geben.

Zufahrts-/Zugangsmöglichkeit

Eine Zufahrtsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge wird immer gewährleistet!
 
Zu den Zufahrten bzw. Zugängen der Privatgrundstücke ist jederzeit eine mindestens fußläufige Erreichbarkeit gewährleistet.

Müllsammelplatz

Es wird ein zentraler Müllsammelplatz eingerichtet. Die Mülltonnen und gelbe Säcke der betroffenen Haushalte werden durch die beauftragte Baufirma vom Anwesen zu der Sammelstelle gebracht und nach der Leerung wieder zurück zum Grundstück transportiert.
Die Mülltonnen sind daher unbedingt mit Namen und Hausnummer zu beschriften.

Anpassungsarbeiten Einfahrten und Eingänge

Aufgrund von Höhenänderungen im Straßenraum werden teilweise Anpassungen an den Zugängen und Zufahrten der Grundstücke notwendig. Anpassungsarbeiten (bis max. 1 m) werden von der Stadt Rödermark übernommen.


Weitere Informationen und die Übersicht zu allen Maßnahmen des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ (ISEK) findet sich auf der Seite der Städtebauförderung ►


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