Wirtschaft

Erste Etappe einer Expansionsgeschichte

Stippvisite auf der Schmoll-Baustelle – Schon im Herbst 2026 sollen High-Tech-Maschinen im Ober-Röder Norden produziert werden

Zur Baustellen-Begehung und einem Plausch inmitten der Kran- und Baggerkulisse trafen sich (von rechts) Bürgermeister Jörg Rotter, der Chef der Schmoll-Gruppe, Thomas Kunz, und Till Andrießen, der Leiter des städtischen Fachdienstes für Wirtschaftsförderung und Kommunikation.

Die vom Architekturbüro Ott in Kronberg/Taunus erstellten Pläne zeigen, wie die neue Unternehmenszentrale der Schmoll Maschinen GmbH nach ihrer Fertigstellung aussehen wird. © Wolfgang Ott – Architekt BDA

Intensiv vorbereitet wurde das Projekt über einen längeren Zeitraum hinweg. Und tatsächlich: Mittlerweile sind die Vorboten der großen Investition in Form gewaltiger Stützpfeiler am Ober-Röder Ortseingang in Höhe des Germania-Sportplatzes unübersehbar. Die Rede ist vom Bau der neuen Firmenzentrale der Schmoll Maschinen GmbH, die in der Liga der größten und umsatzstärksten Unternehmen in Rödermark ganz oben agiert.

Zeit also, um mal auf der Baustelle vorbeizuschauen und sich über die ersten Fortschritte auf der Dreiecksfläche zwischen Frankfurter Straße, Rödermarkring und Kapellenstraße zu informieren. Das dachten sich Bürgermeister Jörg Rotter und Till Andrießen, der Leiter des städtischen Fachdienstes für Wirtschaftsförderung und Kommunikation. Vor Ort trafen sie den Chef der Schmoll-Gruppe, Thomas Kunz, der mit seiner Belegschaft und seinem Equipment derzeit noch im Gewerbegebiet an der Odenwaldstraße ansässig ist.

Doch das soll sich ändern. Ein Umzug in Etappen ist geplant. Mit einer Lager-, Montage- und Verpackungshalle wird derzeit der Anfang gemacht. „Ziel ist es, dort im September dieses Jahres in die Fertigung zu gehen und die erste Maschine rauszufahren“, erläuterte Kunz mit Blick auf den Bauzeitplan. Nach der Halle, die an der Nordspitze der einstigen Brachfläche entsteht, wird bis Herbst 2027 im Zentrum des Areals das neue Hauptgebäude des Unternehmens folgen.

Reichlich Wachstumspotenzial

Beim Zusammentreffen mit Rotter und Andrießen nannte Kunz imposante Kennziffern. 58.000 Quadratmeter Fläche hat die Schmoll GmbH für ihr Domizil der nahen Zukunft erworben. Eine umbaute Nutzfläche von 24.000 Quadratmetern sollen die Gebäude beherbergen. Platz ist für die aktuell rund 400 Beschäftigten und für 100 weitere Mitarbeiter, die nach der Expansion hinzukommen könnten.

Ergo: Wachstumspotenzial, so der Tenor beim Gespräch zwischen den hoch aufragenden Rohbau-Elementen, ist reichlich vorhanden. Kunz bezifferte das Gesamt-Investitionsvolumen inklusive der Infrastruktur mit Anbindungsstraße, Parkplätzen, sonstiger Zuwegung sowie Beleuchtung und Begrünung auf zirka 50 Millionen Euro.

Der Bürgermeister machte auf den seiner Meinung nach zentralen Aspekt aufmerksam, sprich: Auf „die Win-Win-Situation für alle Beteiligten“. Schmoll könne den dringend benötigten Zuwachs für seine Produktionskapazitäten realisieren und so den Stammsitz in Rödermark bewahren. „Und wir als Stadt halten einen international agierenden Top-Player hier bei uns vor Ort. Was das in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen bedeutet, ist leicht vorstellbar“, betonte Rotter.

In diesem Sinne, so sein Fazit nach dem Meinungsaustausch zwischen Laster, Kran und Bagger: „Auf planmäßiges Vorankommen und gutes Gelingen, was all die Puzzleteile dieses ambitionierten Vorhabens betrifft.“

Die Schmoll Maschinen GmbH entwickelt und fertigt mikromechanische Geräte der Spitzenklasse. In Rödermark wird Technik hergestellt, die weltweit in Millionen von Smartphones steckt. Die High-Tech-Produkte des Unternehmens bohren mit Lasertechnik in aberwitziger Geschwindigkeit Tausende von Löchern in Leiterplatten.