Wie wichtig eine gute Vernetzung der Firmen- und Geschäftswelt mit der kommunalen Verwaltung und der örtlichen Schullandschaft ist: Das hat sich einmal mehr bei der diesjährigen Rödermärker Betriebsbefragung gezeigt. Es war bereits die elfte Auflage der Aktion, die für junge Menschen den Übergang an der Nahtstelle von Schule und Beruf erleichtern soll.
Die mittlerweile erfolgte Auswertung der Rückläufe belegt nach Ansicht des Leiters des städtischen Fachdienstes für Wirtschaftsförderung und Kommunikation, Till Andrießen, „sehr eindrucksvoll, dass Rödermark ein vielfältiger Ausbildungsstandort ist und dass sich die Unternehmen in unserer Stadt bei der Förderung der Nachwuchskräfte vorbildlich engagieren“.
Welche Betriebe bilden aus oder bieten Praktikumsplätze an? Wer ist bereit, kleinen Schülergruppen in Form einer Firmenbesichtigung interessante Einblicke rund um das Stichwort „Berufsprofil“ zu gewähren? Diese und weitere Aspekte zum Thema „Ausbildung in Rödermark“ wurden in den zurückliegenden Wochen im großen Stil abgefragt. Um für das Jahr 2026 ein möglichst vollständiges Bild zu bekommen, standen 460 Unternehmen und Ärzte auf dem Verteilerzettel.
Überblick und Kontakte
In bewährter Form kooperierten auch diesmal die Wirtschaftsförderung, die BerufsWegeBegleitung und der städtische Fachdienst Jugend. Wie in den Vorjahren ging es erneut darum, sich einen Überblick zu verschaffen und Kontakte für angehende Schulabgänger einzufädeln.
Andrießen und seine Mitstreiter verbuchten eine Rücklaufquote von knapp 15 Prozent. Das sei, gemessen an der durchschnittlichen Resonanz, die mit solchen Aktionen erzielt werden könne, „ein sehr guter Wert“, bilanziert der Fachdienstleiter. „Unser großer Dank gebührt allen Unternehmen, die sich an der Befragung beteiligt haben“, betonen Bürgermeister Jörg Rotter und die Erste Stadträtin Andrea Schülner.
Nach den Rückläufen ergibt sich folgendes Bild: Insgesamt 30 Betriebe haben signalisiert, dass sie im laufenden Jahr ausbilden. Davon können aktuell 19 noch freie Stellen anbieten. 18 Firmen zeigen sich aufnahmebereit für das dreiwöchige Betriebspraktikum im Herbst. Dabei zählen auch 10 Plätze für Schüler und Schülerinnen mit besonderem Unterstützungsbedarf zur Angebotspalette.
Und auch diese Kennziffern sind erwähnenswert: 6 Unternehmen haben noch Plätze für das Jahrespraktikum der Fachoberschule. Weitere 15 Betriebe sind bereit, einer kleinen Schülergruppe bei Besichtigungstouren im Unternehmen ihre jeweiligen Ausbildungsberufe vorzustellen. Neu abgefragt wurde 2026 die Bereitschaft, Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder auch im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts in der Schule zu gewähren. 9 Firmen signalisierten: „Ja, das können wir gerne tun.“
Wieder abgefragt wurde in diesem Jahr die etwaige Offerte, geflüchteten Menschen, die in Rödermark eine Bleibe gefunden haben, eine Job-Perspektive aufzuzeigen. In Kooperation mit dem Verein „Netzwerk für Flüchtlinge“ soll entsprechende Vermittlungshilfe geleistet werden. 9 Unternehmen gaben an: „Arbeitsplätze vorhanden.“ 8 antworteten mit: „Ausbildungsplätze sind zu besetzen“.
„Nacht der Ausbildung“
Und noch eine Frage wurde zum zweiten Mal auf dem Interviewzettel notiert: Ob Interesse bestehe, sich im Herbst dieses Jahres an der Aktion „Nacht der Ausbildung“ zu beteiligen, wollten Andrießen und sein Team wissen, als sie ihre Bitte um Auskünfte in Umlauf brachten. Die Rückmeldung: 7 neue, zusätzliche Interessenten können sich vorstellen, sich künftig auch auf der beliebten Info-Plattform zu tummeln, um jungen Leuten zu zeigen, was sie in Sachen „Sprung in die Berufswelt“ zu bieten haben.
Die alljährlich wiederkehrende Unternehmensbefragung stützt sich auf das Engagement der BerufsWegeBegleitung. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Stadt Rödermark mit dem Kreis Offenbach und der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule. Nina Till-Ünal hilft mit Rat und Tat. Sie öffnet Türen in die Welt von Ausbildung und Job. Kurzum: Sie ist eine kompetente Ansprechpartnerin, zu erreichen an der NBS unter der Rufnummer (06074) 886236.
Für Jugendliche und junge Erwachsene offeriert Nina Till-Ünal nach vorheriger Absprache Termine im Jugendzentrum in Ober-Roden und im SchillerHaus in Urberach.