In der Harvard Business Review haben sie jetzt den Artikel „Why Gen AI Feels So Threatening to Workers. And what leaders can do to ease the anxiety” veröffentlicht.
Ob die Einführung von GenAI als Chance oder Bedrohung erlebt wird, hänge davon ab, ob die grundlegenden psychologischen Bedürfnisse nach Kompetenz, Autonomie und Verbundenheit befriedigt werden, sagt Dr. Erik Hermann zu den Ergebnissen seiner Studie. Lassen Führungskräfte und Management diese fundamentalen menschlichen Bedürfnisse außer Acht und führen GenAI verpflichtend, ohne Mitsprache oder Schulungen ein, können Mitarbeitende das als Kompetenz- und Kontrollverlust sowie als soziale Entfremdung erleben.
„Die Einführung von GenAI scheitert nicht unbedingt an der Technologie, sondern an den psychologischen Reaktionen der Mitarbeitenden. Wenn Führungskräfte die menschlichen Grundbedürfnisse ihrer Beschäftigten ignorieren, kann selbst die beste und nutzerfreundlichste GenAI-Anwendung als Bedrohung wahrgenommen werden und scheitern“, so Erik Hermann. Als Antwort auf diese psychologischen Bedrohungen haben Hermann und seine Kollegen das AWARE-Framework für Führungskräfte und Management entwickelt. AWARE steht dabei für
• Acknowledge (psychologische Bedürfnisse der Beschäftigten anerkennen),
• Watch (auf positive und vor allem negative Bewältigungsstrategien achten),
• Align (Trainings- und Unterstützungssysteme an die psychologischen Bedürfnisse der Mitarbeitenden anpassen),
• Redesign (Rollen neugestalten, damit sich Mitarbeitende und GenAI gegenseitig ergänzen können) und
• Empower (Mitarbeitende durch Transparenz und Beteiligung befähigen).
Originalpublikation: https://hbr.org/2026/03/why-gen-ai-feels-so-threatening-to-workers
Weitere Informationen: https://www.europa-uni.de/de/universitaet/kommunikation/newsportal/2026/20260219-hermann-ki-arbeitnehmer/index.html
Quelle: www.europa-uni.de