Abwasserentsorgung in Rödermark

Das Team auf der Rödermärker Kläranlage sorgt mit moderner Technik und viel Erfahrung dafür, dass jeden Tag rund 10.000 Kubikmeter Abwasser umweltfreundlich gereinigt und wieder in die Rodau eingeleitet werden. Sie  kümmern sich auch um die Instandhaltung und Bewirtschaftung der Kanalisation.

Auch die verwaltungstechnischen Aufgaben für die Belange des Kanals und der Kläranlage werden organisiert.

Hier finden Sie Informationen, Formular- und Hinweisblätter, Satzungen sowie Antworten auf häufige Fragen rund um den Bereich Abwasser, Kanalisation und Kläranlage.

Aufgaben im Bereich Kanalisation

Überwiegend ist die Kanalisation in Rödermark als Mischwasserkanal ausgebaut. Die neu erschlossenen Baugebiete wurden und die zukünftigen Baugebiete werden mit einer Trennkanalisation angelegt.

Unsere Aufgaben im Besonderen sind:

Kanalunterhaltung

  • 114 km Kanal
  • 4000 Schächte
  • 14 Regenentlastungsbauwerke
  • 1 Regenrückhaltebecken

Kanalsanierung

  • Eigenüberwachung des Kanals und der Bauwerke auf Zustand und Funktionsfähigkeit

Kanalarbeiten

  • Kanalbau
  • Schädlingsbekämpfung (Ratten)

Beratung und Pflege

  • Ermittlung von versiegelten Flächen und Beratung
  • Pflege der verschiedenen Kataster und GIS Formate

     

Die Aufgaben der Kläranlage

Die Kläranlage Ober-Roden hat eine Ausbaugröße von 38.000 Einwohnerwerten. Sie ist eine dreistufige Anlage mit einer mechanischen, einer biologischen und einer chemischen Reinigungsstufe. Die jährlich zu reinigende Abwassermenge beträgt etwa 4.0 Mio m³.

Der Kläranlagenbetrieb ist zudem für die Einhaltung der gesetzlich bestimmten Grenzwerte verantwortlich.

Die Aufgaben im Besonderen sind:

  • Unterhaltung der Kläranlage
  • Ständige Optimierung der Kläranlage
  • Energie-Effizienzanalysen
  • Laufende Kontrollen und deren Dokumentation
  • Abwasserabgabe
  • Statistiken
  • Sonstiges: Indirekteinleiterkontrolle, Fäkalschlammabfuhr, Sonderwasserzähler, Kommunale Arbeitsgemeinschaft – Rodau Bieber (KAG)

So läuft die Abwasserreinigung in unserer Kläranlage ab

1. Die mechanische Reinigung

  • In der mechanischen Reinigung werden absetzbare oder schwimmende Stoffe entfernt. Hierbei durchläuft das Abwasser eine Rechen, einen Sand- und Fettfang und anschließend ein Absetzbecken.

2. Die biologische Reinigung

  • In der biologischen Reinigung werden nicht absetzbare und ein Teil der gelösten Schmutzstoffe aus dem Abwasser entfernt.
  • Kleinstlebewesen, vor allem Bakterien, bauen diese Stoffe ab oder wandeln sie in absetzbare Stoffe um.

3. Die Nachklärung

  • In der Nachklärung setzen sich die Bakterien, die sich als Schlammflocke aneinander gelagert haben ab.
  • Das sich dabei bildende Klarwasser wird in die Vorflut eingeleitet und der abgesetzte Schlamm wird der  biologische Reinigung zugeführt.

4. Die Verwertung

  • Der Klärschlamm wird in einem Faulturm ausgefault.
  • Mit dem anfallenden Klärgas, wird Strom und Wärme für die Anlage erzeugt.
  • Der ausgefaulte Schlamm geht anschließend in die thermische Verwertung.

Formulare und Satzungen

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FAQ-Bereich

Was ist Abwasser?

Nach Definition ist Abwasser das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch, in seinen Eigenschaften verändertes, und das bei Trockenwetter damit zusammen abfließende Wasser (Schmutzwasser), sowie das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebauten und befestigten Flächen abfließende und gesammelte Wasser (Niederschlagswasser).

Wo befindet sich unsere Kläranlage?

Im Stadtteil Ober-Roden in der Straße Außerhalb 45 (Niederröder Straße).

Wie viel Einwohner leiten das Abwasser in die Kläranlage?

Zurzeit sind rund 29.700 Einwohner (Stand 31.12.2020) von Rödermark angeschlossen.

Wie groß ist unsere Kläranlage?

Die Kläranlage Rödermark hat derzeit 38.000 EW.
Um ein Maß für die unterschiedlich mit Schmutz belasteten Abwässer zu schaffen, hat man den Begriff "Einwohnerwert" (EW) eingeführt. Er entspricht der Menge an leicht abbaubaren Substanzen, die ein Mensch pro Tag durchschnittlich in Abwasser gibt und für deren biologischen Abbau 60 g Sauerstoff benötigt werden. EW steht also für Einwohnerwerte und dient als Vergleichswert der Wasserinhaltsstoffe von gewerblichem und häuslichem Schmutzwasser.

Wie viel Abwasser wird in der Kläranlage behandelt?

Im Jahr sind das rd. 3.700.000 m³ (Schmutz- und Regenwasser).

Hat das gereinigte Wasser im Ablauf der Kläranlage Trinkwasserqualität?

Nein. Das Abwasser hat noch keine Trinkwasserqualität, ist aber soweit gereinigt, dass es bedenkenlos an die Natur zurückgeführt werden kann.

Wie lange dauert die Abwasserreinigung?

Bei Trockenwetter benötigt ein Tropfen Wasser rd. 17 Stunden, bei Regenwetter rd. 7 Stunden, um die komplette Reinigung zu durchlaufen.       

Wie wird der anfallende Klärschlamm entsorgt?

Es fallen im Jahr rd. 1.700 m³ Klärschlamm mit einem Feststoffgehalt von 20-25% an. Dieser wird in einer Monoverbrennungsanlage verbrannt. Zukünftig wird aus der Klärschlammasche Phosphor gewonnen und als Dünger wieder in den natürlichen Kreislauf eingeführt.
 

Wie wird das anfallende Klärgas entsorgt?

Das Klärgas dient als Brennstoff für einen Gasmotor (BHKW), der einen Generator antreibt und Strom erzeugt. Die für die Kläranlage benötigte jährliche Strommenge wird damit zu rund 45 – 50% gedeckt.
 

Was bedeutet Mischsystem?

Beim Mischsystem werden Schmutz- und Niederschlagswasser in einem gemeinsamen Kanal abgeleitet und der Kläranlage zugeführt.

Was bedeutet Trennsystem?

Schmutz- und Regenwasser werden in getrennten Kanalsystemen abgeleitet. Das Schmutzwasser wird der Kläranlage zugeführt, das Regenwasser in einen Bach oder Fluss abgeleitet.
 

Wie lange ist das Rödermärker Kanalsystem?

Die Gesamtlänge des Kanalnetzes beträgt ca. 114 km.

Was gehört nicht in die Toilette?

Abwasserbehandlung und Müllbeseitigung sollten nicht verwechselt werden. Abfall gehört nicht ins Abwasser, wie z.B. Wattestäbchen, Damenhygiene, Haare, Speisereste, Kondome, Unterhosen, Strumpfhosen, Katzenstreu, Zigarettenkippen etc.
Diese Stoffe gehören in die Mülltonne und können nur mit hohem zusätzlichem Aufwand wieder herausgeholt werden und behindern und erschweren erheblich die Abwasserreinigung.
 

Was versteht man unter Rückstausicherung?

Jeder Grundstückseigentümer ist in eigener Verantwortung verpflichtet, alle tiefliegenden Ablaufstellen, vor allem im Keller (Gully, Waschbecken, Waschmaschinenabläufe, Bäder, WC-Anlagen etc.), mit Rückstauvorrichtungen zu versehen. Alle Räume oder Hofflächen unter der "Rückstauebene", die im Allgemeinen in Höhe der Straßenoberkante angenommen wird, müssen gesichert sein.
 

Welche Gebühren fallen für Bürgerinnen und Bürger an?

Die Kommunalen Betriebe erheben gesplittete Abwassergebühren getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswassergebühren. Für die Schmutzwassergebühren wird der anfallende Frischwasserverbrauch zur Berechnung zu Grunde gelegt. Die Niederschlagswassergebühren ergeben sich aus den künstlich befestigten Flächen (z.B. Dach- und Pflasterflächen), von denen das anfallende

Niederschlagswasser der Kanalisation zugeführt wird. Die Abwassergebühren werden in unserem Auftrag gemeinsam mit den Frischwassergebühren durch den Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg mit Bescheid erhoben.

  • Schmutzwassergebühr
= 2,93 €/m³
  • Niederschlagswassergebühr
= 0,42€ /m²/Jahr

Wohin fließt das gereinigte Wasser?

Das gereinigte Abwasser der Kläranlage Rödermark wird in die Rodau eingeleitet und fließt Richtung Rodgau bis Mühlheim und von dort aus zusammen mit der Bieber in den Main.
 

Wie schließe ich mein Grundstück an die öffentliche Kanalisation an?

Jedes Grundstück - das grundsätzlich nur einen Anschluss erhält - ist gesondert und unmittelbar an die Anschlussleitung anzuschließen. Die Anschlussleitung wird ausschließlich von der Stadt hergestellt, erneuert, verändert, unterhalten oder beseitigt
 

Welche Kosten entstehen für den Anschluss an die öffentliche Abwasseranlage?

Der Aufwand für die Herstellung, Erneuerung, Veränderung, Unterhaltung oder der Anschlussleitungen ist der Stadt in der tatsächlich entstandenen Höhe zu erstatten. Der Erstattungsanspruch entsteht mit der Fertigstellung der erstattungspflichtigen Maßnahme; er wird einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids fällig.
 

Was tun bei Schädlingsbefallen (Ratten)?

Die Kommunalen Betriebe belegen jährlich das öffentliche Kanalnetz mit Rattenködern zur vorbeugenden Bekämpfung. Bei auftretendem Befall werden Folgebekämpfungen durchgeführt.
Bei Rattenbefall auf Privatgrundstücken ist der Grundstückseigentümer für Bekämpfungsmaßnahmen verantwortlich.
 

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