Bildung & Soziales

„Zug in die Zukunft“: Fahrt in die neue Kitawelt

Taubhaus-Kindergarten und Villa Kunterbunt arbeiten mit markanter Bildsprache und sind fortan „Gemeinsam unterwegs“

„Gemeinsam unterwegs“ sind künftig die Taubhaus-Kita und die Villa Kunterbunt. Signalgelbe Westen unterstreichen die Botschaft. Bei der Übergabe waren neben dem Nachwuchs auch Kita-Leiterin Julia Jonas sowie Christoph Prenzel und Robert Dreiling vom Förderverein mit von der Partie. Foto: Stadt Rödermark

Fahrt auf neuen Gleisen – mit dieser Symbolik wurde das Projekt „Zug in die Zukunft“ gestartet. Foto: Stadt Rödermark

1972 wurde die bis dato dienstälteste Kindertagesstätte der Stadt Rödermark eröffnet – und jetzt endet dort der Betrieb. Rückläufige Geburtenzahlen und sehr hohe, nicht mehr rentable Sanierungskosten: Diese Aspekte gaben den Ausschlag, die Kita „Im Taubhaus“ mit Beginn des Kindergartenjahres 2026/27 zu schließen. Gut 40 Kinder und das Personal werden innerhalb des Stadtteils Urberach in die Kita „Villa Kunterbunt“ umziehen. Dort entstehen zwei Betreuungseinrichtungen unter einem Dach. Im August wird das neue Zeitalter im Verbund eingeläutet.

Das sind die nüchternen Fakten, die vor gut zwei Monaten erstmals öffentlich verkündet wurden. Doch für alle Beteiligten ist klar: Der Aufbruch in andere Gefilde ist eine sensible Sache. Neben baulich-organisatorischen Dingen spielen auch psychologische Gesichtspunkte eine wichtige Rolle. „Was erwartet uns in der neuen Kita?“ Die zentrale Frage der Kinder versuchen die pädagogischen Fachkräfte in eine positive Erwartungshaltung einzubetten. Mit Erfolg, wie nach Ansicht von Taubhaus-Leiterin Julia Jonas das Projekt „Zug in die Zukunft“ exemplarisch zeigt.

Sie berichtet mit Blick auf die Bastelaktion: „Jedes Kind gestaltete einen eigenen Waggon in der jeweiligen Wunschfarbe – und natürlich mit einem Foto. Mit viel Kreativität, Stolz und Begeisterung entstanden so nach und nach verschiedene Züge, die die individuell anstehenden Reisen symbolisieren.“

So könne die Transformation unter Einbeziehung der Eltern nicht nur mit Erzählungen und Erklärungen, sondern auch plastisch-spielerisch verdeutlicht werden, erläutert Jonas. Ihr Fazit: „Als Betreuungsteam erleben wir täglich, wie dieser Ansatz den Kindern hilft, Veränderungen zu verstehen, Gefühle auszudrücken und Zuversicht zu entwickeln.“

Für Aufmerksamkeit und Sicherheit

Auch der Kita-Förderverein mit Christoph Prenzel als Vorsitzendem steuert sein Scherflein zum Heimisch-Werden im Urberacher Norden bei. Mit Unterstützung der Entega-Stiftung, die eine großzügige Spende zur Verfügung stellte, wurden neue Warnwesten für die Kinder angeschafft. Bei Spaziergängen und Ausflügen sollen sie künftig Aufmerksamkeit erregen und für mehr Sicherheit sorgen.

Das Besondere an den Westen: Sie sind bedruckt mit einem eigens für die neue Kooperation entwickelten Logo. Zu lesen ist der Schriftzug „Gemeinsam unterwegs“. Vereint werden die Symbole beider Einrichtungen. Taubhaus-Kita und Villa Kunterbunt begegnen sich auf Augenhöhe. „Es ist schön, dass wir uns alle in der neuen Bildsprache wiederfinden und dass die Kinder fortan gemeinsam mit diesem Erkennungszeichen unterwegs sein können“, erklärten Prenzel und seine Mitstreiter, als die neuen Westen ihrer Bestimmung übergeben wurden.