„Petrus muss doch ein Orwischer sein…“ Diese Erkenntnis war beim Silberjubiläum der Woigass omnipräsent. Denn die 25. Auflage des beliebten Weinfestes umkurvte mit ihren Zeitfenstern am Samstag und Sonntag ganz geschickt die vereinzelten Regengüsse, die das letzte Mai-Wochenende vornehmlich in den Nacht- und Morgenstunden zu bieten hatte.
Das Resultat des geglückten Wettertimings: Sehr guter Besucherzuspruch an den Ständen auf dem Pflaster der Bachgasse, zufriedene Mienen in den Reihen der beteiligten Vereine – und gelöste Stimmung auch beim Skiclub-Vorsitzenden Gerhard Schickel, der einmal mehr als Chef-Organisator über den Ablauf wachte. Verständnisvolle Anwohner und logistische Hilfestellung der Stadtverwaltung gab’s obendrein: So ist es Tradition, wenn die Woigass ansteht.
Wer Genuss und Geselligkeit im Zeichen von Grauburgunder, Riesling, Flammkuchen und Käsehäppchen kombinieren wollte, wurde im Urberacher Ortskern bestens bedient. Zur offiziellen Eröffnung schaute ein Rebenadel-Trio aus Groß-Umstadt vorbei. Zum Rendezvous in Rödermark erschien Weinkönigin Elisabetta I., begleitet von den Prinzessinnen Joanne und Selina. Sie hoben die Gläser zum ersten „Prosit“ – und der Reigen konnte beginnen.
Urvater Peter Müller war dabei
Stadtverordnetenvorsteher Michael Spieß, Bürgermeister Jörg Rotter und die Erste Stadträtin Andrea Schülner mischten sich unters weinselige Völkchen. Woigass-Urvater Peter Müller war auch dabei, das Orchester des Musikvereins 06 intonierte die passenden Klänge, ehe am Sonntagnachmittag das obligatorische Spiel- und Spaßprogramm für den Nachwuchs aufgezogen wurde. Der Kinderschutzbund sorgte vor dem Töpfermuseum in bewährter Manier für gute Unterhaltung.
Fazit: Ein Jubiläum der heiteren Art, ganz gleich, ob der Blick nun gerade hoch zum Himmel oder auf die Gläser am Ausschank gerichtet war.