Vereine & Ehrenamt

135 Jahre Feuerwehr Urberach: „Von dieser Haltung brauchen wir sehr viel mehr“

Bürgermeister lobt das große Engagement für den Brandschutz – Starke Resonanz auf dem Festplatz

Fotos: Stadt Rödermark

Nach dem grandiosen 750-Jahre-Urberach-Jubiläum im Frühsommer 2025 hat der Festplatz an der Wagnerstraße abermals seine Tauglichkeit als Treffpunkt für alle Generationen unter Beweis gestellt. Beim großen Geburtstagsparty-Wochenende, das die Kombination „135 Jahre Freiwillige Feuerwehr Urberach“ und „55 Jahre Jugendfeuerwehr“ zu bieten hatte, pendelten die wesentlichen Dinge ausnahmslos im grünen Bereich. Das Wetter, die Programmbeiträge, die Laune der stattlichen Gästeschar und der Umsatz an den Ständen mit Speis und Trank – rekordverdächtig allesamt.

Mit einer hr3-Discoparty und einem Konzert der Kult-Coverband „Pfund“ hatte das Fest bereits am Freitag und Samstag viel Phon- und Zugstarkes zu bieten. Informatives, kurzweilig präsentiert am „Tag des Bevölkerungsschutzes“, sowie ein Platzkonzert des Musikvereins 06 Urberach und eine Feuerwehr-Fahrzeugparade mit wunderschönen Oldies als Hingucker und Höhepunkte des Sonntags gesellten sich hinzu.

Befreundete Feuerwehren aus der Region halfen beim Bestücken der Ausstellungsflächen – und so gab es zufriedene Gesichter auf breiter Front. Ob Wehrführer Dieter Rumpf, Senior Hans Sulzmann, Besucher aus der Partnergemeinde Tramin in Südtirol oder die unzähligen Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen: Alle durften die drei Festtage genießen.

Schecks als Zeichen der Anerkennung

Dazu konnte auch Bürgermeister Jörg Rotter im Namen der Stadt Rödermark ein Scherflein beisteuern. Schecks im Wert von jeweils 1.000 Euro als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung hatte er für den Feuerwehrverein sowie die Youngster der Urberacher Lösch- und Rettungsspezialisten mitgebracht.

Deren Engagement zum Wohl der Allgemeinheit lobte Rotter mit Nachdruck. Seine Beobachtung: „In einer Zeit, die leider auch viele Negativ-Phänomene wie Rückzug, Egoismus und Einsamkeit hervorbringt, wirken unsere Feuerwehren wie ein Kontrapunkt unter hellen Vorzeichen.“

Die Brandbekämpfer als Keimzelle einer funktionierenden Bürger-Selbstorganisation in sozialer Verantwortung demonstrierten es zu jeder Tag- und Nachtzeit sehr eindrucksvoll. „Salopp formuliert: Den Hintern hochkriegen, sich unterhaken, nicht jammern, sondern anpacken – von dieser Haltung brauchen wir sehr viel mehr“, betonte der Verwaltungschef.