Er gilt als Meister der Sprache, als Poet der Empfindsamkeit und Vorreiter der Moderne. Seine Literatur wird bestimmt von Figuren, deren Leben in Erschütterung gerät. Die Rede ist von Heinrich von Kleist (1777-1811). Sein Werk wird in Rödermark im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lesereisen in der Stadtbücherei“ an vier Abenden gewürdigt. Kurzum: Ein Muss-Termin für Freunde klassischer deutscher Literatur lockt in den Bücherturm an der Trinkbrunnenstraße.
Dafür sorgen Regina und Jochen Schick von LeseZeichen, dem Freundeskreis der Stadtbücherei. Sie haben für ihre diesjährige Frühlingstour den herausragenden Dichter und Denker ausgewählt. Von Kleist entstammte einem pommerschen Adelsgeschlecht. Seine geistig-schöpferische Arbeit erfuhr zu Lebzeiten wenig öffentliche Anerkennung. Der Autor hatte mit Geldsorgen zu kämpfen und nahm sich das Leben. Erst lange nach seinem Tod erlangten seine Werke große Popularität.
Darüber wird das Ehepaar Schick im Vereinsraum des Bücherturms berichten, just so, wie es Brauch ist, in der gewohnt informativ-kurzweiligen Aufmachung à la „Lesereise“. Sprich: Mit Auszügen aus berühmten Schriften („Michael Kohlhaas“, „Die Marquise von O…“ etc.), mit Anmerkungen, Kommentaren und Illustrationen, die ein helles Schlaglicht auf von Kleist, dessen Lebenszeit und den späten Ruhm für all seine Hinterlassenschaften werfen.
Wer bei diesem Streifzug frei nach dem Motto „starke Sprache“ dabei sein möchte, ist am 23. Februar sowie am 2., 9. und 16. März jeweils von 17.30 bis 18.30 Uhr willkommen. Der Eintritt ist frei, doch eine Spendenbox kann gern „gefüttert“ werden.