Schule und Stadt

So kann die Schulzeit beginnen

Fröhliche Feiern am ersten Schultag – 296 Erstklässler in Ober-Roden und Urberach– Bürgermeister Rotter wirbt dafür, in die Schule zu „gehen“

Fotos: Stadt Rödermark

So kann die Schule ohne Angst und mit viel Vorfreude beginnen: Mit fröhlichen Feiern haben die beiden Rödermärker Grundschulen ihre neuen Erstklässler willkommen geheißen. Angesichts der erneuten Vielzahl an ABC-Schützen – es waren insgesamt genau 296 – setzte man am Dienstag in Urberach und dann am Mittwoch in Ober-Roden auf Einschulungsfeierlichkeiten in jeweils zwei Etappen. 

Sowohl in der Kulturhalle, wo die Trinkbornschule mit den Neuen, ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern den großen Tag feierte, als auch auf dem Außengelände der Schule an den Linden boten die älteren Jahrgänge den ABC-Schützen ein buntes Programm. Und sie zeigten ihnen dabei auch, was man schon in der Grundschule alles lernen kann: moderieren, Theater spielen, trommeln, tanzen, rappen oder auch im Chor singen. Rektor Stefan Wesselmann (Ober-Roden) und seine frischgebackene Urberacher Kollegin Natalie Loshaj machten den Neulingen Mut und versicherten ihnen, dass die Schulgemeinde sie mit offenen Armen empfange. 

Natürlich wünschte auch Bürgermeister Jörg Rotter den neuen Schülerinnen und Schüler und ihren Eltern alles Gute. „Das ist ein besonderer Tag für euch, aber auch für eure Eltern“, sagte Rotter. Wie man sich dabei fühle, wisse er aus eigener Erfahrung. Im kommenden Jahr wird in der Trinkbornschule der „Ernst des Lebens“ (den heute keiner mehr beschwört) für seine jüngste Tochter Paula beginnen. Mitgebracht hatte er für alle einen Hinweis auf die Schulwegepläne, die jeder Neuling erhalte. In die Schule im wahrsten Sinne des Wortes zu „gehen“ sei wichtig, um selbstständig zu werden, betonte Rotter an beiden Tagen. Und es mache auch Spaß, sich mit Freundinnen und Freunden gemeinsam auf den Weg zu machen. Dabei könnten den Kindern die kleinen gelben Rödermärker helfen, die auf den Trottoirs die Wege weisen. An die Eltern appellierte der Bürgermeister, auf das Bringen und Abholen zu verzichten. Nicht selten sorgten die Eltern-Taxis vor den Schulen für Chaos. 

Die 140 ABC-Schützen der Schule an den Linden sind auf sechs erste Klassen und eine Vorklasse aufgeteilt. Nathalie Loshaj, bis vor den Sommerferien stellvertretende Schulleiterin, jetzt Nachfolgerin der Neu-Pensionärin Andrea Schöps, ist zufrieden mit der Versorgung was Lehrkräfte und sozialpädagogische Begleiter anbelangt. Die mehr als 500 Kinder werden von 39 Lehrkräften unterrichtet, hinzu kommen drei Förderlehrkräfte, zwei Schulsozialarbeiterinnen und zwei junge Leute im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres.

In der Trinkbornschule wurden 156 Kinder eingeschult. Sie bilden sechs Klassen (zwei mit 45 Kindern in der Breidert-Dependance) und eine Vorklasse. In der größten Grundschule des Kreises unterrichten mehr als 40 Lehrkräfte, es gibt zwei sozialpädagogische Fachkräfte und Inklusions-Unterstützung durch drei Lehrkräfte aus dem Beratungs- und Förderzentrum des Kreises.