Soziales, Stadtleben

Rodaumarkt: Erntedankerlös stärkt die Stiftung Rödermark

500-Euro-Scheck wurde überreicht – Mit Ausschüttungen aus dem Sozialfonds können Menschen in Notlagen unterstützt werden

Von links nach rechts: Gerd Schreiner, Peter Raesch, Till Hoffmann, Ernst Schäck und Beate Filbert während der Scheckübergabe vor einem der Rodaumarktstände. Foto: Stadt Rödermark

Mit einer attraktiv bestückten Tombola, die unter dem Motto „Jedes zweite Los ist ein Gewinn“ angekündigt wird, kann das Erntedankfest auf dem Rodaumarkt bei der Kundschaft alljährlich punkten. „Wenn wir als Losverkäufer dann auch noch erwähnen, dass der Erlös für die Stiftung Rödermark bestimmt ist, fördert das die Laune, auf Glück beim Ziehen zu hoffen, noch ein Stück weit mehr. Auch bei der 26er-Auflage war die Resonanz sehr stark“, berichteten die Business Angels Ernst Schäck, Peter Raesch und Gerd Schreiner, als dieser Tage ein Scheck im Wert von 500 Euro überreicht wurde.

Die ehrenamtlich engagierten Helfer mit der geradezu himmlisch anmutenden Bezeichnung organisieren das Wochenmarkt-Vergnügen auf dem Rathausplatz in Ober-Roden an jedem Donnerstag in Kooperation mit der städtischen Wirtschaftsförderung. Till Hoffmann, der Leiter des kommunalen Fachbereichs Soziales, gesellte sich beim Fototermin gerne hinzu. Er und sein Team leisten mit den Ausschüttungen der Stiftung im Bedarfsfall sehr schnell, flexibel und unbürokratisch Notfallhilfe für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Hilfe zur Überbrückung

„Deshalb freuen wir uns natürlich, wenn der Kapitalstock mit Spenden gestärkt wird. Die Markttombola ist in dieser Hinsicht ein leuchtendes Beispiel“, betonte Hoffmann. Es sei erschreckend und alarmierend zugleich, wenn man Zeuge geradezu verzweifelter Bitten um Hilfe werde. Im Extremfall gebe es Klagen frei nach dem Motto „Es reicht einfach nicht mehr aus, um den unbedingt notwendigen Lebensbedarf zu decken“. Dann, so Hoffmann, könne mit punktuell gewährten Leistungen aus dem Sozialfonds zumindest eine kurzfristige Überbrückung gesichert werden. 

Die Stiftung Rödermark, Bezug nehmend auf ihren Vorläufer, die „Ober-Rodener Spendung“ des Grafen Reinhard von Hanau-Lichtenberg (1494-1537), passt mit ihrer humanitären Ausrichtung gut zum Stichwort „Erntedank“. Denn um Gaben der Natur und deren Verteilung geht es auch immer dann, wenn zwischen den Marktständen im Rahmen der herbstlichen Sonderaktion eifrig geplaudert, gesungen und gespendet wird.

Für die Wirtschaftsförderung war Beate Filbert bei der Scheckübergabe mit von der Partie. Ihr Dank galt im Rückblick auf das Fest noch einmal den Marktbeschickern: „Es ist toll, dass immer wieder attraktive Preise für die Tombola zur Verfügung gestellt werden. Das erhöht den Anreiz, in den Lostopf zu greifen und etwas Gutes unter karitativen Vorzeichen zu tun.“