Freizeit, Klimaschutz, Radverkehr

Rekordflut beim STADTRADELN in Rödermark

96-jähriger Senior betont augenzwinkernd: „Ich hab‘ ja gar keine Kontrahenten in meiner Altersklasse“

Peter Wiesmann (links), der die meisten Kilometer beim Rödermärker STADTRADELN 2026 auf seinem Konto verbuchte, wurde von Bürgermeister Jörg Rotter und Koordinatorin Sylvia Erlacher beglückwünscht. Fotos: Stadt Rödermark

Bürgermeister Jörg Rotter gratulierte Gerhard Elsesser (rechts), der für die Radler der Quartiersgruppe Waldacker (Sieger der Team-Wertung) die Urkunde mit dem Aufdruck „Gold“ in Empfang nahm.

Die siebenjährigen Amelie Pauly war Jungspund des Teilnehmerfeldes und Glücksfee in Personalunion. Die von ihr gezogenen Lose verwandelten sich in Gutscheine zur Belohnung der fleißigen Vielfahrer.

Gruppenfoto mit allen Prämierten. Im Germania-Biergarten herrschte gute Stimmung, als Urkunden und Gutscheine überreicht wurden. In der Bildmitte neben Sylvia Erlacher und Bürgermeister Jörg Rotter: Amelie Pauly (7) und Roman Weißenberger (96), die die große Altersspanne des insgesamt 549 Köpfe zählenden Teilnehmerfeldes exemplarisch vor Augen führten.

Eine regelrechte Rekordflut hat das Rödermärker STADTRADELN des Jahres 2026 produziert. Innerhalb des dreiwöchigen Aktionszeitraums waren 549 aktive Teilnehmer in 36 Teams im Stadtgebiet und teilweise weit darüber hinaus unterwegs. Exakt 129.479 Kilometer schlagen nach der Addition sämtlicher Fahrten zu Buche. Das bedeutet: In ihrer Freizeit, bei Einkaufstouren sowie auf dem Weg zu Schule und Beruf hat die örtliche Radlergemeinschaft insgesamt 3,25 Mal den Erdball umrundet.

Wäre diese Riesenstrecke mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zurückgelegt worden, so hätte es einen Kohlendioxid-Ausstoß von rund 21 Tonnen gegeben. Das bedeutet im Umkehrschluss: Diejenigen, die in Rödermark Teil der international vernetzten Kampagne STADTRADELN waren, haben mit ihrem Tritt auf die Schadstoff-Bremse etwas Gutes für die Umwelt und ihre persönliche Fitness getan. Zudem wurde der Geldbeutel mit der Aufschrift „Für Tankstopps“ geschont.

„Phantastisch, dieses Ergebnis. Nie zuvor hatten wir solch imposante Zahlen. Ich danke allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben. Dem ADFC, der wieder interessante und abwechslungsreiche Ausflugstouren zum Programm beigesteuert hat, gebührt ein Extra-Lob. Gleiches gilt für unsere Sponsoren: Gastronomiebetriebe und Radsport-Fachgeschäfte, die Gutscheine für eine Verlosung zur Belohnung der fleißigen Vielfahrer zur Verfügung gestellt haben. Es ist einfach eine tolle Bilanz, die wir alle gemeinschaftlich zustande gebracht haben“, betonte Sylvia Erlacher beim obligatorischen Schlussakkord. „Prämierung und gemütlicher Ausklang“: So lautete das Motto im Germania-Biergarten in Ober-Roden.

Bequem und flott

Gemeinsam mit Erlacher, die für die Stadtverwaltung die Regiefäden gezogen und dabei alle Radler und deren Einträge im Blick gehabt hatte, war Bürgermeister Jörg Rotter zur Ehrung und Auslosung der Preise gekommen. Sein Fazit: „Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie bequem und flott viele Besorgungen im häuslichen Umfeld mit dem Fahrrad erfolgen können. Genau das immer wieder zu verdeutlichen und dann auch dauerhaft ins Alltagsverhalten der Menschen zu integrieren – darum geht es beim jährlich wiederkehrenden Anreiz namens STADTRADELN“, erklärte Rotter.

Von der siebenjährigen Amelie Pauly, die als Jungspund des Teilnehmerfeldes und Losfee des Abends ausgedeutet wurde, bis hin zum 96-jährigen Roman Weißenberger, der über eine bewundernswerte Motivation und Kondition im hohen Seniorenalter verfügt, spannte sich der Bogen. Dass Weißenberger nicht nur unermüdlich in die Pedale tritt (703 Kilometer während der drei Wochen), sondern auch für einen flotten Spruch zu haben ist, unterstrich er obendrein. Sein Bonmot, vorgetragen mit einem Augenzwinkern: „Schade, dass ich in meiner Altersklasse gar keine Kontrahenten beim Wettstreit um die meisten Touren habe.“

Apropos „die meisten“: Peter Wiesmann vom Skiclub Rodgau/Rödermark sorgte mit stolzen 2.418 Kilometern für die individuelle Bestmarke des Jahres 2026. Die ausdauerndste Frau der 21 Wertungstage: Svenja Schneider von der Quartiersgruppe  Waldacker. Auf ihrem Tacho waren am Ende 1.161 Kilometer aufgelaufen.

In der Team-Wertung sorgten diesmal die Radler der Quartiersgruppe Waldacker für das Spitzenergebnis. Über insgesamt 18.349 Kilometer rollte die Gruppe auf Asphalt, Pflaster, Schotter und Sand. Es folgten auf den Plätzen 2 und 3 der Skiclub mit einer Kollektivleistung von 14.314 Kilometern und die Formation „ADFC – Offenes Radteam“, die nach der Schlussabrechnung 12.422 Kilometer vorweisen konnte.