Politik und Gremien

Neustart im Parlament: Klares Votum für Spieß

Der 65-jährige Christdemokrat ist zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt worden

Bürgermeister Jörg Rotter (rechts) gratulierte dem neugewählten Stadtverordnetenvorsteher Michael Spieß mit einem Blumenstrauß. Foto: Stadt Rödermark

Nach der Kommunalwahl am 15. März dieses Jahres ist die Parlamentsarbeit in Rödermark nun gleichsam zu neuem Leben erwacht. Die Stadtverordneten trafen sich zur konstituierenden Sitzung der Wahlperiode 2026 bis 2031. Zentraler Tagesordnungspunkt: Zu klären war die Frage, wer künftig die Sitzungen leitet und das höchste politische Organ der Kommune in der Außendarstellung repräsentiert.

Zum neuen Stadtverordnetenvorsteher wurde Michael Spieß (CDU) gewählt. Auf den 65-jährigen Account-Manager, der dem Stadtparlament seit 2011 angehört und auch als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sozial engagiert ist, entfielen in geheimer Abstimmung 35 Stimmen. Es gab eine Enthaltung und zwei ungültige Stimmzettel. Spieß tritt die Nachfolge seines Parteifreundes Sven Sulzmann an, der sich nach zehn Jahren im Amt des Vorstehers von der parlamentarischen Bühne verabschiedet hat.

Der neue Mann am Mikro mit der Aufschrift „Sitzungsleitung“ benannte drei Leitbegriffe, an denen er sich fortan in der Rolle als Moderator orientieren wolle: Ordnung, Fairness und Ausgleich. Darauf, so Spieß, werde er stets achten. Rödermark stehe mit seiner vielfältigen Vereins-, Sozial- und Kulturlandschaft für starken Gemeinsinn. Diese Haltung solle auch weiterhin das Ringen um gute Weichenstellungen für die Stadt prägen. „Und Politik beginnt bei alledem nicht mit Lautstärke“, gab der Christdemokrat zu bedenken.

Zu Spieß‘ Stellvertretern wurden Florian Brehm (CDU), Stefan Gerl (AL/Grüne) und Lennard Pfaff (SPD) gewählt.

Ehrenamtliche Stadträte

Ebenfalls in geheimer Abstimmung erfolgte die Kür jener Frauen und Männer, die künftig an der Seite von Bürgermeister Jörg Rotter und Erster Stadträtin Andrea Schülner als ehrenamtliche Stadträte fungieren und den Magistrat bilden. Gewählt wurden Mona Reusch und Thomas Rosenblatt (beide CDU), Karin von der Lühe (AL/Grüne), Werner Popp (SPD) und Joachim Roos (AfD).

Beschlossen wurde außerdem eine Aufstockung des Gremiums auf insgesamt neun ehrenamtliche Stadträte, um künftig in einem Allparteien-Magistrat die gesamte politische Bandbreite auf der Basis des jüngsten Kommunalwahlergebnisses abbilden zu können. Das bedeutet, dass sich nach einer entsprechenden Satzungsänderung und deren öffentlicher Bekanntmachung vier weitere Mitglieder zur Magistratsrunde hinzugesellen werden.