Eine Hommage an die Rolling Stones und die Scorpions, eingebettet in beeindruckende Tribute-Shows, die den Bogen auch zu schauspielerischen Elementen und zum Symphonic-Rock schlagen… Dazu die legendären 12 Tenors, die nicht minder kultigen „Christmas Moments“ und der Klassiker namens Neujahrskonzert – das bedeutet im Klartext: An musikalischen Glanz- und Höhepunkten wird in der Kulturhalle auch in der Spielzeit 2026/2027 kein Mangel herrschen.
Doch siehe da: Beim Thema „Theater für Erwachsene, Kinder und die ganze Familie“ legt Rödermarks „gut Stubb“ in der neuen Saison zwei, drei kräftige Schippen drauf. Auf Pinocchio und auf Pippi Langstrumpf dürfen sich die dann wohl vornehmlich jüngeren Besucher freuen, während „Ladykillers“ und „Romeo & Julia“ gute Schauspiel-Unterhaltung für die reiferen Semester versprechen.
Kurzum: Sehr abwechslungsreich, fein ausbalanciert und vielschichtig präsentiert sich der Reigen mit der Kennziffer 26-27. Mit einem Gastspiel von Kabarett-Altmeister Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig kommt das Programm in Kooperation mit dem Alternativen Zentrum (AZ) am 18. September ins Rollen. „Die drei ???“ in einer Theaterversion setzen am 23. April kommenden Jahres den Schlusspunkt. Das ergibt unterm Strich acht Monate mit knapp 20 Vorstellungen, für die der Vorverkauf begonnen hat. „Mit sehr guter Resonanz“, wie Programmchef Jörg Becker nach einem intensiven Blick auf den ersten, kräftigen Schwung der Kunden- und Kartenwünsche feststellt.
Vorschau mit Tim Frühling
So ist es bewährter Brauch in der Kulturhalle: hr-Moderator Tim Frühling hatte kürzlich im Rahmen einer mit knapp 700 Gästen ausverkauften Präsentations-Veranstaltung wieder Lust und Laune auf die anstehenden Termine geweckt. Die rege Ticket-Nachfrage zeigt, dass ihm das offenkundig gelungen ist.
Der Radio- und Fernsehprofi machte bei seinem Streifzug durch den Spielplan auch auf das eher ungewöhnliche Format eines Live-Hörspiels aufmerksam. Denn ein paar Wochen nach dem Jahreswechsel, am 31. Januar, hebt sich der Vorhang für die Krimilegende „Pater Brown“. Antoine Monot und Wanja Mues, bekannt aus der TV-Serie „Ein Fall für zwei“, werden ihre markanten Stimmen zu einer spannenden Inszenierung verdichten. Unterstützt wird das Duo von einem professionellen Beatboxer, der live in Aktion, nur mit ausgefeilter Mund- und Stimmbandtechnik, die gesamte Geräuschkulisse von Kirchenglocken bis hin zu Windböen erzeugt.
Klingt originell – und wird ganz sicher auch so dargeboten. Gleiches gilt für das Kikerki Theater, das am 20. November aus Darmstadt zu einem weiteren Rödermark-Gastspiel anreist, um „Nosferatu – eine Ironie des Grauens“ auf die Bühne zu bringen. Auf ein „komisches Puppenspiel für Erwachsene“ wird mit südhessischem Understatement eingestimmt, frei nach dem Motto „Das kann ja heiter-schräg werden“.
Fast 20 Programmpunkte in der neuen Spielzeit sind gleichbedeutend mit einer Vielzahl interessanter Details, die in Ruhe nachgelesen werden sollten. Entweder in der kompakten Infobroschüre, die in den städtischen Einrichtungen druckfrisch erhältlich ist, oder online auf www.kulturhalle-roedermark.de. Dort gibt es auch alle Angaben zum Kartenvorverkauf, der per Mausklick, telefonisch unter 06074 911-655 und mit persönlichem Service direkt vor Ort unter dem Dach der Kulturhalle angeboten wird.
Eine neue, zusätzliche Möglichkeit: Genutzt werden kann auch die kostenlose Tickethotline von Reservix, um sich das Kulturvergnügen im Ober-Röder Ortskern zu sichern. Montags bis samstags heißt es dort jeweils von 8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 0761 88849999: „Bitte ordern!“