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Lindwurm mit Paradiesvögeln und Katerfrühstück

Orwischer Rosenmontagszug des Jahres 2025 hatte auch ein bisschen „Karneval der Tiere“ zu bieten – Schillernde Narrenparade auf über einem Kilometer...

Jeder Jeck ist bekanntlich anders. Der eine zieht als bunter Paradiesvogel durch die Straßen, der andere als Safari-Abenteurer, während die närrische Begleiterin wahlweise als Nixe, Waldgeist oder silbrig glitzernder Space-Cowboy unterwegs ist. Die 27. Auflage des Orwischer Rosenmontagszuges hatte all diese und noch eine Unmenge anderer Kostümierungen zu bieten.

Kurzum: Schillernde Vielfalt war angesagt, sehr zur Freude von Chef-Organisator Werner Popp, der die rund 1.350 aktiven Teilnehmer bei ihrem Marsch durch das Urberacher Zentrum gemeinsam mit der Ersten Stadträtin Andrea Schülner und weiteren Magistratsmitgliedern auf dem Rathausbalkon mit lautem Helau begrüßte und dabei mit der Märzsonne um die Wette strahlte.

Mit Liebe zum Detail, was Stoff und Schminke anbelangt, hatten sich viele Fastnachter prächtig herausgeputzt. So zog beispielsweise das Après-Ski-Komitee als blau-gelbe Invasion die Blicke der in großer Zahl herbeigeströmten Schaulustigen am Straßenrand ebenso auf sich wie eine Damengruppe, die „Katerfrühstück“ rund um ihre Hüften auftischte, gerade so, als würden die Röcke überdimensionale Bierdeckel überspannen.

Für farbenfrohe Hingucker sorgten auch die Rödermärker Kindergärten mit ihrer starken, vielstimmigen Präsenz. Und natürlich wurden jede Menge Gardemädchen, Elferräte und Prinzenpaare bejubelt, allen voran Flo I. und Leena II., die als Regenten auf dem schmucken Festwagen der TG Ober-Roden das zweite Rödermark-Heimspiel nach dem Rathaussturm am Fastnachtssamstag in bester Laune genießen konnten.

45 Zugnummern, die sich zu einem 1,1 Kilometer langen Konvoi aneinanderreihten, hatte der Orwischer Lindwurm des Jahres 2025 zu bieten. Für neue Akzente sorgten die erstmals mitmarschierenden Gymnastikfrauen des FC Germania Ober-Roden, närrisch Gesinnte aus dem ArteCare-Pflegestift und die Gruppe „Knodderdippe“.

Auch an Unterstützung aus umliegenden Kommunen herrschte kein Mangel. Kappenträger und Konfetti-Geschwader aus Dietzenbach, Rodgau, Eppertshausen, Münster, Hergershausen und Messel reihten sich ein – alles wie gehabt, alles auch diesmal in bewährter Manier:  Wenn „Orwisch ruft“, sind Stadtgrenzen kein Thema.

Werner Popp und Andrea Schülner freuten sich über die vorfrühlingshaft-heiteren Rahmenbedingungen und den reibungslosen Ablauf der Traditionsveranstaltung. Nachdem der große Wagen des KSV Urberach als letzte Nummer des Nachmittags vorbeigerollt war, galt der Dank schlussendlich all jenen, die für Sicherheit am Rande der Zugstrecke gesorgt hatten. Polizei, städtische Ordnungsbehörde, Rotes Kreuz, Kommunale Betriebe und viele ehrenamtliche Helfer aus der Vereinswelt: Alle hatten sich das Extra-Lob der Moderatoren auf dem Balkon der Verwaltungszentrale redlich verdient.