Sie ist eine Institution in der Rödermärker Gastroszene: Stefanie Gotta, die ihr Hotel Lindenhof an der Nieder-Röder Straße über 26 Jahre hinweg mit viel Herzblut und Engagement geführt hat. Freundlicher Service, familiäre Atmosphäre, ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, verkehrsgünstige Lage: Positive Kommentare mit eben diesem Tenor dominieren auf den gängigen Bewertungsportalen im Internet und haben den guten Ruf des Hauses über lange Zeit hinweg gefestigt.
Indes: Fortan stellt sich mit der Familie Malhotra eine neue Eigentümer-Gemeinschaft dem Urteil der Gäste. Die Wirtin hat den kompletten Lindenhof mit 13 Doppel- und 8 Einzelzimmern, einer Ferienwohnung sowie Restaurant und Terrasse verkauft – doch sie bleibt gleichsam als Starthelferin für ihre Nachfolger noch an Bord. „Mit einer Teilzeit-Anstellung kann ich für einen geordneten Übergang sorgen. Es ist mir einfach wichtig, dass sich die Dinge weiter in den bewährten Bahnen entwickeln und dass unser treues Publikum spürt, dass es hier keinen Bruch gibt“, betonte Stefanie Gotta, als kürzlich zwei Besucher aus dem Rathaus Ober-Roden am Ortsausgang Richtung Rollwald vorbeischauten.
Bürgermeister Jörg Rotter und der Leiter des städtischen Fachdienstes für Wirtschaftsförderung und Kommunikation, Till Andrießen, überbrachten zweierlei. Zum einen ein großes Dankeschön für Gotta und ihr Team, das im Bereich „Übernachtung und Bewirtung“ in all den vielen Jahren sehr kompetent und verlässlich gearbeitet habe. Zum anderen beste Wünsche für erfolgreiches Wirken als Hotelchef: Just diese herzliche Begrüßung galt Harsh Kumar Malhotra, der nun gemeinsam mit seiner Frau Shalini sowie Sohn Aarush und Tochter Riddhi auf allen Wegen im Lindenhof unterwegs ist. Rezeption, Betten und Bäder, Küche, Speisesaal – die Familie hält das Räderwerk am Laufen.
„Am Konzept ändert sich nichts"
„Am Konzept des Hauses ändert sich nichts. Wir bieten weiter den gewohnten Service für Menschen, die bei uns Quartier beziehen, etwas zu feiern haben, sich als Vereinsgruppe treffen oder einfach mal abends essen gehen möchten. An zwei Tagen in der Woche, montags und dienstags von 17 bis 23 Uhr, bewirten wir mit einer kleinen Speisekarte – eben so, wie es die Leute im Lindenhof kennen und mögen“, erläuterte Harsh Kumar Malhotra während des Treffens mit Rotter und Andrießen.
Dass die aus Indien stammende Familie in Bayern und im Rhein-Main-Gebiet langjährige Erfahrung in der Gastrobranche gesammelt hat, dass sie in Heusenstamm auch in einen Großhandel für asiatische Lebensmittel eingebunden ist – und dass es an Ideen für punktuelle Ergänzungen im neuen beruflichen Kosmos in Rödermark nicht mangelt: Das erfuhren der Bürgermeister und der Wirtschaftsförderer beim Meinungsaustausch, der mit einem Willkommenstee und Keksen gemütlich zelebriert wurde.
„Mal einen Themenabend mit indischem Essen anbieten und schauen, wie das angenommen wird… Außerdem: Fischmenüs auf die Karte bringen, weil wir glauben, dass es vor Ort relativ wenig Angebote in dieser Kategorie gibt. Und Frau Gotta an unserer Seite, als wertvolle Ratgeberin – so hoffen wir auf eine erfreuliche Entwicklung“, erklärten die Malhotras beim Kennenlern-Termin am Tresen.
Unterstützung der Stadt
„Da steigen sympathische Leute vom Fach ein, mit dem nötigen Wissen und mit stimmigen Überlegungen für die Weiterentwicklung des Hotel- und Gaststättenbetriebs. Wir als Stadt freuen uns darüber und sind mit jeder nur denkbaren Hilfestellung auf der administrativen Schiene zur Stelle“, verdeutlichte Andrießen. Der Bürgermeister fügte hinzu: „Jede Anstrengung, die unsere Strukturen in der Sparte von Beherbergung und Bewirtung stabilisiert, ist willkommen und verdient Unterstützung. In diesem Sinne wünsche ich dem Lindenhof einen guten Fortbestand und auch in Zukunft viele zufriedene Gäste, die hier Station machen.“