Jubiläum im SchillerHaus: Zum 100. Mal wurde ins Digitalcafe Rödermark eingeladen. Ehrenamtlich organisierte Hilfe rund um PC, Laptop und Smartphone für zumeist ältere Menschen gab es auch diesmal in der gewohnt rührig-kompetenten Art mit viel Einfühlungsvermögen für technische Probleme, die beim Hantieren am Bildschirm auftauchen können. Etwas finden, speichern, verschieben, bearbeiten… Projektkoordinator Peter Brinkhus und sein rund ein Dutzend Köpfe zählendes Team wissen, was im Alltag auf der Computerschiene passieren kann und an welchen Stellen der Hebel für schnelle Problemlösungen anzusetzen ist.
Außergewöhnlich war die Aufmachung im Zeichen der runden 100 gleichwohl. Es gab Sekt und Saft zum Anstoßen, Kuchen für den Genuss… Und mit Lynn Apelt eine Besucherin aus Wiesbaden, die etwas Markantes mitgebracht hatte: Eine Urkunde, die dem Digitalcafe bescheinigt, dass es nunmehr zu den zirka 80 Di@-Lotsen-Stützpunkten in Hessen zählt. Diese bilden ein Netzwerk, das mehr als 700 geschulte Ehrenamtler in Schwung halten.
Sie bekommen Unterstützung in Form von Weiterbildung, Austausch und Kooperation, um technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben und Ratsuchenden gezielt weiterhelfen zu können. Apelt kümmert sich federführend um die Koordination der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ und die dort angedockte Kampagne „Digital im Alter – Di@-Lotsen“.
Stolz auf die Bilanz
Bei ihrem Abstecher nach Rödermark erfuhr sie, dass das aus dem Quartiersgruppen-Projekt „PC-Hilfe“ hervorgegangene Digitalcafe ein Vorzeigekandidat ist. Immer wieder gut besuchte Servicenachmittage am letzten Mittwoch eines jeden Monats, mittlerweile 100 Treffen… Und die Feier des zehnjährigen Bestehens 2027 schon dicht vor Augen: Auf diese Bilanz könne man stolz sein, betonten Quartiersmanager Stephan Reich und die Leiterin des Fachdienstes Soziale Stadt, Kathrin Klaszyk-Sander, als das Jubiläum gebührend gewürdigt wurde.
Reich hat bereits ein Zertifikat als „Digitallotse“ erworben. Brinkhus wird die Ausbildung in Kürze abschließen, andere Aktivposten sollen folgen. So fehlt dem Digitalcafe eigentlich gar nichts, um als wichtiger Mosaikstein im Ehrenamts- und Sozialgefüge der Stadt zu glänzen. Halt, stimmt nicht ganz: Auf den französischen Accent-Strich über dem kleinen e wird bewusst verzichtet, um in der digitalen Welt kompatibel und problemlos erreichbar zu sein.
Wer mit seinen Computerschwierigkeiten zur Beratung („ganz ohne Fachchinesisch“) ins SchillerHaus kommen und sich vorab näher informieren möchte, wählt die Rufnummer 0160 6165785 oder schreibt eine E-Mail an digitalcafe-roedermark@gmx․de. Mehr Hintergrundwissen zu den Di@-Lotsen gibt es zum Nachlesen auf der Website miteinander-in-hessen.de in der Rubrik „Projekte“.