Bildung & Soziales

Im SCHAUFenster: „Rödermark aus Kinderaugen“

Ausstellung zeigt, wie junge Menschen auf das große Ganze und die kleinen Details blicken

Zur Eröffnung der Ausstellung „Rödermark aus Kinderaugen“ trafen sich vor dem SCHAUFenster, von links nach rechts: Die Leiterin des Fachdienstes Jugend, Stephanie Geisz, ihre Kollegin Karoline Hormis-Ermagan, Bürgermeister Jörg Rotter und der Leiter des Fachbereichs Soziales, Till Hoffmann. Foto: Stadt Rödermark

Wie blicken Kinder auf die Stadt an der Rodauquelle? Was gefällt ihnen im heimischen Umfeld? Was wird negativ bewertet? Was nervt im Alltag? Was fehlt, wenn von „junger Infrastruktur“ wie Spielplätzen und anderen Treffpunkten unter freiem Himmel die Rede ist? Antworten auf all diese Fragen hat derzeit das SCHAUFenster im Rathaus Ober-Roden zu bieten. Wer dort stehen bleibt und sich ein paar Minuten Zeit nimmt, kann auf liebevoll gestalteten Schautafeln und Kärtchen nachlesen, wie der Nachwuchs fühlt und denkt.

„Rödermark aus Kinderaugen: Was stört uns? Und wie wünschen wir es uns?“ Getreu dieser Devise hat der städtische Fachbereich Soziales im August dieses Jahres eine Umfrage durchgeführt. Von Kitas über Schulen bis hin zu Quartierstreffs: Überall wurden Stimmen und Stimmungen eingefangen. 214 Rückmeldungen sind eingegangen. Ganz verschiedene Kategorien, die zentrale Stichworte wie Freizeit, Gesundheit, Verkehr oder die Müllproblematik benennen, kamen beim Sortieren der Antworten zum Vorschein.

Beobachtungen und Schlussfolgerungen

Rund um den diesjährigen Weltkindertag am 20. September zeigt die Ausstellung im Torbogen der Verwaltungszentrale an der Dieburger Straße noch bis zum 2. Oktober, wie breitgefächert das Spektrum an Beobachtungen, Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen aus Kindersicht ist. Allgemeine Zukunftssorgen, die auf das Lebensgefühl durchschlagen, aber parallel dazu auch sehr präzise, auf bestimmte Plätze zwischen Bulau, Breidert und Bienengarten fokussierte Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge: Dieser bunte Bogen wird aufgefächert.

Die Auswertung der einzelnen Rubriken soll an die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung weitergeleitet werden. Denn schließlich lebe Planung und Verwaltungshandeln auch von eben dieser Rückkopplung zur Bevölkerung und – in diesem Falle ganz konkret – zum Rödermark von morgen, gibt die Leiterin des Fachdienstes Jugend, Stephanie Geisz, zu bedenken.

Ihr Fazit nach der Befragungsaktion: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie Kinder manchmal das große Ganze der gesellschaftlichen Entwicklung auf einen ganz kurzen, prägnanten Nenner bringen. Wie sensibel sie kleine Details registrieren und dann auch etwas dazu zu sagen haben, was zum Nachdenken anregt. Das sollte man wertschätzen.“ Ergo: Mal kurz verweilen vor dem SCHAUFenster und ein paar Gedanken aufschnappen – das ist ratsam. Luftballons, Geistesblitze und Emojis zeigen, dass dort eine junge Sicht der Dinge zum Betrachten einlädt.