Abfallwirtschaft, Stadtleben

Gemarkungsputz: 150 Säcke als Sammelerfolg und Signal

In den Rödermärker Stadtteilen war wieder das große Reinemachen angesagt – Gemütlicher Ausklang auf dem Betriebshof

 

Fotos: Stadt Rödermark

Beste Spätsommer-Wetterbedingungen, rund 160 Teilnehmer und zirka 150 Säcke der Kategorie „halb bis randvoll gefüllt“: Dieses Ergebnis, das mit über einer Tonne „rausgefischtem“ Müll aus dem Rödermärker Stadtgebiet gleichzusetzen ist, hat der Gemarkungsputz des Jahres 2026 erbracht. Bürgermeister Jörg Rotter, der beim Abfallsammeln und beim gemütlichen Ausklang mit Speis und Trank auf dem Betriebshofgelände als aktiver Helfer dabei war, dankte allen Beteiligten für den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.

Dosen, Flaschen, Verpackungsabfälle, Zigarettenkippen oder gar wild in die Landschaft abgekippte Elektrogeräte: All diese Hinterlassenschaften von Zeitgenossen, die mit zu wenig sozialer Empathie unterwegs sind, wurden beim großen Reinemachen zusammengetragen.

Rotter erinnerte an die Rahmenbedingungen der alljährlich wiederkehrenden und in die Kampagne „World Cleanup Day“ eingebetteten Aktion. Der Gemarkungsputz ist ein Baustein der Rödermärker Sauberkeitsoffensive, die seit 2022 von der Stadtverwaltung durch Informationskampagnen, neue und zusätzliche Abfallbehälter sowie ein personell und technisch aufgewertetes Reinigungsteam vorangetrieben wurde und wird. „Trotz all dieser positiven Maßnahmen bleibt das Engagement der Bevölkerung ein wesentlicher Faktor für nachhaltigen Erfolg“, hatte der Bürgermeister bereits im Vorfeld des Ausschwärmens mit Greifzangen und Säcken zu bedenken gegeben.

Gepflegtes Ortsbild

Nach dem kollektiven Streifzug für ein gepflegtes Ortsbild sah sich Rotter in seiner Grundüberzeugung bestätigt. Das, was fleißige Privatleute, sozial Engagierte sowie Vertreter aus den Reihen von Vereinen und Kommunalpolitik zum Aufräumen beitragen, ist wichtig. Quantitativ, weil eine ordentliche Menge zusammenkommt, aber eben auch als markantes Signal an alle Menschen vor Ort, frei nach dem Motto: „Seht her, all dieser Müll müsste nicht auf Wegen, Plätzen und in der freien Gemarkung liegen – wenn doch nur jeder seine fünf Sinne beisammen hätte!“

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten das Team des Betriebshofs und der städtische Fachdienst Abfall. Die dort tätige Mitorganisatorin Enrida Mamica betonte: „Zu loben ist auch der Einsatz der örtlichen Schulen, die mit ihren Müllsammelaktionen im jeweiligen Umfeld übers Jahr verteilt ebenfalls einen wertvollen Beitrag für mehr Sauberkeit leisten.“