Stadtleben, Bildung & Soziales

Geldregen und Sterne für den „Brotkorb“

Bürgermeister überbrachte Scheck und einen blühenden Gruß beim Adventsessen des Ökumene-Projekts

„Ich darf einen Scheck der Sparkasse Dieburg überreichen. Sie unterstützt die wichtige soziale Arbeit, die hier von allen Beteiligten geleistet wird, mit einer Zuwendung von 3.000 Euro. Das Geld soll für notwendige Anschaffungen eingesetzt werden. Wie ich erfahren habe, werden aktuell beispielsweise neue Reifen für das Transportfahrzeug benötigt“, erklärte Bürgermeister Jörg Rotter, als er beim diesjährigen Adventsessen des ökumenischen Projekts „Brotkorb“ als Überraschungsgast vorbeischaute.

Der Verwaltungschef war gekommen, um dem ehrenamtlich engagierten Helferteam ein Dankeschön seitens der kommunalen Gremien zu übermitteln. Er tat dies mit Weihnachtssternen für alle Anwesenden, dem besagten Scheck und einer ganz grundsätzlichen, spürbar von Herzen kommenden Botschaft: „Schon seit zwei Jahrzehnten wird ganz tolle, engagierte Arbeit für materiell bedürftige Menschen geleistet. Wir als Stadt könnten einen derartigen Netzwerk-Effekt, so wie er hier zustande kommt, alleine gar nicht stemmen und dauerhaft bewahren. Deshalb gebührt denjenigen, die so tatkräftig mitanpacken, Respekt und große Anerkennung.“

Rund 35 Frauen und Männer sind für den „Brotkorb“ im Einsatz. Sie beschaffen Lebensmittel auf Spendenbasis, um damit einmal pro Woche eine Ausgabe-Aktion für Menschen mit vergleichsweise kleinem Haushaltsbudget zu organisieren. Donnerstags von 15.30 bis 17 Uhr erfolgt die Verteilung in den Räumlichkeiten der evangelischen Petrusgemeinde an der Wagnerstraße in Urberach.

Bei Koordinatorin Helga Hassdenteufel laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Sie betonte während der vorweihnachtlichen Zusammenkunft im Restaurant „Toscana“ auf dem Sportgelände des FC Viktoria Urberach: „Wir erreichen gut 90 Menschen als direkte Abholer und somit, wenn man die Köpfe aller Familien zählt, einen Empfängerkreis von mehreren hundert Personen. Das zeigt, dass der ‚Brotkorb‘ im sozialen Gefüge unserer Stadt eine wichtige, stützende Funktion erfüllt. Unter diesem Gesichtspunkt war 2024 wieder ein Jahr mit vielfältigen Herausforderungen.“

Es sei in jüngster Zeit nicht leichter geworden, Lebensmittel zu beschaffen und eine faire, bedarfsgerechte Verteilung zu gewährleisten. Doch der sehr enge und vertrauensvolle Schulterschluss, der die Helfergemeinschaft auszeichne, halte das Räderwerk beständig in Schwung, erläuterte Hassdenteufel während der Stippvisite des Bürgermeisters.

Sie dankte Rotter für das Überbringen des warmen Geldregens. Solche außergewöhnlichen Finanzspritzen erweiterten den Spielraum für besondere Aktionen im Zeichen der Nächstenliebe. „Bei der diesjährigen Ausgabe vor den Feiertagen werden wir für alle 92 Empfänger, die auf unserer Liste verzeichnet sind, spezielle Weihnachtstüten mit kleinen Überraschungen bereithalten“, erklärte Hassdenteufel mit Blick auf das bevorstehende Fest und das Jahresfinale.