Dieser Einsatz hat der Kinder- und Jugendfarm am Oberwiesenweg gutgetan: 14 junge Leute im Alter zwischen 16 und 24 Jahren haben zwei Wochen lang kräftig angepackt und letztendlich für ein deutlich aufgewertetes Freizeitgelände gesorgt. Büsche und wild sprießende Brombeeren zurückschneiden, altes Baumaterial aussortieren und zusammentragen, eine neue Grillstelle und das Tragwerk eines Holzpavillons errichten… Dieses Programm wurde planmäßig abgearbeitet.
All jene Jung-Rödermärker, die sich nach dem Ende der Schulsommerferien wieder freitags und samstags von 15 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt auf dem weitläufigen Naturgrundstück unweit der Rodau tummeln werden, profitieren vom Engagement der international bunt gemischten Gästeschar.
„Dafür will ich ein herzliches Dankeschön im Namen der Kinder und ihrer Eltern aussprechen. Es ist toll, dass mit dieser ehrenamtlichen Kraftanstrengung so viel Positives bewirkt wird.“ Mit diesem Tenor hat die Erste Stadträtin Andrea Schülner ihre Eindrücke bei einer Stippvisite auf den Punkt gebracht. Sie begrüßte die Teilnehmer des Workcamps und lobte das Zusammenwirken aller Akteure.
Passender Kooperationspartner
Der im ersten Jahresdrittel neu formierte Vorstand des Farm-Trägervereins mit Aaron von Soosten-Höllings an der Spitze konnte mit „ijgd – Internationale Jugendgemeinschaftsdienste“ einen passenden Kooperationspartner ins Boot holen. Aus acht Herkunftsländern waren die jungen Frauen und Männer angereist, um zu helfen, Kontakte zu knüpfen und etwas über das Alltagsleben hierzulande zu erfahren.
Vom weit entfernten Mexiko über mehrere Mittelmeer-Anrainerstaaten bis hin zu Tschechien und der Ukraine spannte sich der Bogen beim Zusammentreffen unter Multi-Kulti-Vorzeichen. Auch aus Berlin und Kiel waren Freiwillige gekommen, um im Sinne der ijgd-Philosophie aktiv zu werden. Begegnung, Völkerverständigung, gemeinsam lernen und leben: Auf diesen Schlüsselbegriffen fußt die Vermittlungsarbeit des gemeinnützigen Vereins.
Der zuständige Fachdienst beim Kreis Offenbach, spezialisiert auf „Jugendförderung und Frühe Hilfen“, hatte das Projekt auf der administrativen Schiene ins Rollen gebracht. Die evangelische Kirchengemeinde öffnete ihr Domizil an der Wagnerstraße. Kurzum: Schlafplätze, sanitäre Anlagen und eine komplette Küchenausstattung standen zur Verfügung, um immer wieder ausspannen und dann frisch gestärkt zur Arbeit auf das Farmgelände zurückkehren zu können.
Von Soosten-Höllings zieht ein positives Fazit. Er und seine Mitstreiter haben der Kinder- und Jugendfarm mit Unterstützung der Stadt, die dort die Halbtagsstelle einer Sozialarbeiterin finanziert, neue, frische Impulse gegeben. Das Workcamp war ein wichtiger Puzzlestein im Mosaik der Aktivitäten des Jahres 2026.
Für den Sprecher des Trägervereins hat sich der Ferieneinsatz gelohnt. „Das Gemeinschaftserlebnis war gut. Ein wichtiger Anschub wurde geleistet. Darauf kann aufgebaut werden bei der weiteren Gestaltung des Grundstücks. All jenen, die tatkräftig dazu beigetragen haben, gebühren Respekt und Anerkennung“, bilanziert von Soosten-Höllings.