Auf der Kinder- und Jugendfarm am Oberwiesenweg haben die diesjährigen Sommer-Ferienspiele junge Herzen höherschlagen lassen. Auf dem großen Naturgrundstück konnte an Holzhütten gebaut und gemalt werden. Zucchini wurden geerntet und zu leckerer Gemüsesoße verarbeitet. Beim Batiken und beim Basteln von Windspielen gab es kreative Entdeckungen.
Kurzum: Die Seele einfach mal baumeln lassen, meilenweit vom Schulalltag entfernt in der grünen Mitte Rödermarks – so haben 32 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren die beiden Freizeitwochen, die separat gebucht werden konnten, in vollen Zügen ausgekostet.
Die Erste Stadträtin Andrea Schülner war zweimal auf dem Gelände nahe der Rodau zu Gast. Eine willkommene Erfrischung hatte sie im Gepäck. „Eis für alle!“: So lautete die Devise. Auch Till Hoffmann, führender Kopf des städtischen Fachbereichs Soziales, und Stephanie Geisz, die Leiterin des Fachdienstes Jugend, halfen beim Verteilen des kühlen Vergnügens. Einhelliger Tenor des Trios: Es sei ein Segen unter sozialen Vorzeichen, dass der Trägerverein der Farm zu Jahresbeginn einen neuen Vorstand gefunden und damit die Weichen für den Fortbestand der beliebten und altbewährten Freizeiteinrichtung gestellt habe.
Neue Sozialarbeiterin
Zum Team der Impulsgeber und Macher, die sich mit dem Nachwuchs auf dem weitläufigen Areal tummeln, zählt als neues Gesicht auch Deniz Nguyen. Als Sozialarbeiterin ist sie 20 Stunden pro Woche für den Verein im Einsatz. Die Stadt Rödermark ermöglicht die Finanzierung der Stelle. Der Profit für viele Familien und deren Kinder ist nicht von der Hand zu weisen, denn der Erlebnisraum hat nicht nur in den Ferien viel zu bieten. Sobald das Schuljahr 2026/2027 im August auf Touren kommt, gilt wieder das reguläre Tableau der Öffnungszeiten. An jedem Freitag und Samstag sind junge Gäste und deren Begleiter von 15 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt willkommen.
Vorbeikommen und mitmachen lohnt sich, denn die Bandbreite der Aktivitäten ist groß – und kann frei gewählt werden. „Hier gibt es keine starren Vorgaben. Es geht vielmehr darum, individuelle Stärken der Kinder zu erkennen und sie zu ermuntern, besondere Vorlieben und Talente auszuleben“, erläutert Nguyen, welcher Ansatz auf der Farm die Richtung vorgibt.
Ganz gleich, ob nun gerade Ferien- oder Schulzeiten, Hitzesommer oder kühlere Jahreszeiten durchlebt werden: Immer mit von der Partie sind drei drollige und zutrauliche Geschöpfe. Zwei Hennen und ein Hahn begleiten die Kinder bei all dem bunten Treiben. Sie recken neugierig die Köpfe, scharren im Boden und genießen ihren Auslauf im Format XXL. So schließt sich der Kreis: Frei auf der Farm – ein formidables Erlebnis für Mensch und Tier.