Herausragende Kinoproduktionen, die wichtige Phasen der deutschen Nachkriegsgeschichte beleuchten und dabei mit spannenden Erzählstrukturen und emotionalem Tiefgang überzeugen: Just diese Facetten kombinieren die beiden Rödermärker Filme des Monats Oktober, die in den Neuen Lichtspielen an der Ober-Rodender Straße zu sehen sind.
„Vaterland“ mit Hanns Zischler und Sandra Hüller in den Hauptrollen erinnert in dramaturgisch leicht abgewandelter Form an den Deutschland-Besuch von Thomas Mann im Jahr 1949. Für die Schriftsteller-Ikone war es die Rückkehr auf heimatlichen Boden nach der Zeit im US-Exil während der NS-Diktatur. Mann hielt Reden in Frankfurt/Main und Weimar. Der Kalte Krieg war gleichsam sein ständiger Begleiter. Davon erzählt das Drama, das am Dienstag, 13. Oktober, ab 20 Uhr gezeigt wird.
„Spaziergang nach Syrakus“ mit Charly Hübner als Star der Besetzung berichtet vom verwegenen Wunsch eines DDR-Bürgers in den 1980er Jahren, zwei damals scheinbar unvereinbare Dinge unter einen Hut zu bringen: Eine Reise nach Syrakus auf Sizilien – und anschließend die Rückkehr nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner geliebten Frau Anne. Kurzum: Die Sehnsucht, die Welt zu betrachten, ohne die Heimat zu verlieren, steht im Fokus der Handlung.
Gezeigt wird die Tragikomödie an zwei Dienstagen (20./27.) in der zweiten Monatshälfte. Auch dann öffnet sich der Kinovorhang jeweils um 20 Uhr. Für alle Vorstellungen sind Eintrittskarten an der Abendkasse erhältlich.