Ist im renaturierten Abschnitt der Rodau zwischen Urberach und Ober-Roden der Biber heimisch geworden? Baut er dort Dämme, die zu einem Rückstau führen? Ist der erhöhte Pegelstand mit stehendem Wasser im Bereich unweit der Kinder- und Jugendfarm am Oberwiesenweg eine Beobachtung, die auf eben solche, tierisch fleißige Arbeiten hindeutet?
Den städtische Fachdienst Umwelt erreichen mittlerweile vermehrt Anfragen aus der Bevölkerung zu diesem Thema. Da der Bachabschnitt regelmäßig abgegangen und kontrolliert wird, lautet die zentrale Schlussfolgerung: Ja, es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass vermutlich ein Biber-Jungtier für Aufschichtungen mit Gehölz gesorgt hat – und dies noch immer tut.
Dass die Besucher der Kinder- und Jugendfarm gelegentlich Streifzüge entlang der Rodau machen und dort auch mal etwas am Wasser bauen, ist den zuständigen Fachleuten der Stadtverwaltung durchaus bewusst. Im aktuellen Fall interpretieren sie die Art des Dammbaus und die Spuren im Umfeld jedoch anders. Wenngleich noch keine Tiere gesichtet wurden, ist der „Tipp Biber“ offenkundig ein sehr heißer.
Streng geschützte Tierart
Rückstau, Wasserfluss und die Situation des angrenzenden Fuß- und Fahrradweges behalte man aufmerksam im Auge. Es gebe jedoch derzeit keinen Grund, regulierend einzugreifen. Der Biber sei eine nach den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes streng geschützte Tierart. Auch für seine Fortpflanzungs- und Ruhestätten gebe es Schutzvorschriften, die zu beachten seien, heißt es im Fachdienst Umwelt.
Sollte die Situation im Hinblick auf die Sicherheit am Wasser- und Wegeband problematisch werden, so müsste die Untere Wasserbehörde beim Kreis Offenbach eingeschaltet werden, um über das weitere Vorgehen zu beraten.