Und erneut gibt es einen Kultursommer in Rödermark, und abermals ist das Spektrum der Veranstaltungen breit gefächert: „Es geht quer durch die musikalischen Genres. Jazz, Blues, Swing, Rock und Klassik werden präsentiert von kleinen, feinen Ensembles. Aber auch große Bigbands aus der Region sind dabei. Kurzum: Für jedes Alter und jeden Geschmack wird etwas geboten.“
Mit diesen Worten stimmt Wilhelm Schöneberger im Namen der Dinjerhof-Freunde auf den Reigen mit der Kennziffer 2026 ein. Am 7. Juni ging das Programm mit einem Jazz-Konzert der Band „Simon Holliday & his Rhythm“ vom Stapel. Bis zum 20. September spannt sich der Bogen. Mehr als ein Dutzend Open-Air-Vorstellungen wurden anberaumt von acht kulturtreibenden Vereinen vor Ort, die ihre Kräfte bündeln und die schmucke Hofreite an der Pfarrgasse in Ober-Roden als stimmungsvolles Podium nutzen.
Durch Klang- und Tanzwelten
Seit 20 Jahren ist der Dinjerhof als Bühne für Musik, Theater und Kleinkunst eine Rödermärker Institution. Passend zum runden Geburtstag gibt es wieder den zur schönen Gewohnheit gewordenen Streifzug durch verschiedene Klang- und Tanzwelten. Beispielsweise dann, wenn der Deutsch-Türkische Freundschaftsverein am 9. August zum Sommerfest mit diesmal griechischer Note einlädt. Oder bereits am 21. Juni, wenn die Musikvereine 03 und 08 einmal mehr demonstrieren, wie stilistisch vielfältig Blasmusik „made in Ober-Roden“ für Hörvergnügen sorgt. Oder eben am 23. August: Dann kommt es zum Wiedersehen mit der IKS Big Band aus Rüsselsheim.
Kurzum: Viele Programmpunkte des Rödermärker Kultursommers haben mittlerweile Kultstatus und zählen zur Rubrik „liebgewonnenes Ritual“. Gastgeber Schöneberger skizziert den Rahmen wie folgt: „Die Konzerte beginnen in der Regel am späten Sonntagnachmittag, also zur besten Ausgehzeit. Die Vereine übernehmen die organisatorische Regie. Natürlich wird auch bestens für das leibliche Wohl gesorgt.“
Vom Fördertopf „Kultursommer Südhessen“ wird das Stelldichein auf dem Pflaster zwischen den Fachwerkbauten ebenso unterstützt wie vom Kreis Offenbach und der Stadt Rödermark. Die gewährt, analog zur Praxis der Vorjahre, wieder eine Finanzspritze von 5.100 Euro.
Die Erste Stadträtin Andrea Schülner war in ihrer Funktion als Kulturdezernentin mit von der Partie, als kürzlich im Rahmen eines Fototermins zahlreiche Impulsgeber zusammenkamen und mit großer Vorfreude auf den Terminplan schauten. „Der Rödermärker Kultursommer hat ein wunderschönes Domizil, das von den Akteuren immer erstklassig bespielt wird. Ich freue mich, dass wir auch 2026 an diesen Traditionsfaden anknüpfen können“, betonte Schülner.