Richt- und Sommerfest im Doppelpack, gute Stimmung an den Zapf- und Grillstationen, Konfettiregen auf der Bühne: Mit einer großen Zusammenkunft für die Belegschaft und eine Vielzahl geladener Gäste hat die Schmoll Maschinen GmbH auf ihrem Baugrundstück zwischen Rödermarkring und Frankfurter Straße einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur neuen Firmenzentrale gefeiert.
Das auf die Entwicklung mikromechanischer Geräte spezialisierte Unternehmen verlagert seinen Sitz von der Odenwaldstraße an die Ober-Röder Nordspitze. Dort ist innerhalb weniger Monate eine rund 5.000 Quadratmeter Nutzfläche bietende Lager-, Logistik- und Montagehalle in die Höhe gewachsen. Der Chef der Schmoll-Gruppe, Thomas Kunz, bekräftigte während der Richtfest-Zeremonie seinen bereits beim Baustart gedanklich abgesteckten Zeitplan.
Ein großes Lob gebühre allen Beteiligten: der Stadtverwaltung für die Hilfestellung beim Anschieben des Projekts, dem Architekturbüro Wolfgang Ott aus Kronberg und dem für die Bau-Umsetzung zuständigen Generalunternehmen, der Weimer Gruppe aus dem mittelhessischen Lahnau. „Erfreulicherweise geht es flott voran. Jetzt wird der Innenausbau in Angriff genommen. Ziel bleibt es, im kommenden September in die Fertigung zu gehen und die erste Maschine aus der Halle zu fahren“, betonte Kunz.
„Wieder eine Etappe geschafft!“
Bürgermeister Jörg Rotter war gemeinsam mit Till Andrießen, dem Leiter des städtischen Fachdienstes für Wirtschaftsförderung und Kommunikation, zum Gratulieren gekommen. Der Verwaltungschef durchschnitt symbolisch ein Band – und die Botschaft war unmissverständlich: „Wieder eine Etappe geschafft!“
In einer Zeit, in der in Deutschland in vielen Bereichen Flaute an der Investitionsfront herrsche, gehe die Schmoll GmbH als international agierender Top-Player der Rödermärker Industrie- und Gewerbelandschaft einen diametral anderen Weg. Es erfolge eine bemerkenswerte Weichenstellung für Jahrzehnte zum absehbaren Wohl des Unternehmens und der Stadt. „Das ist nicht selbstverständlich in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen und wahrlich ein Grund zur Freude“, erklärte Rotter.
Kunz erinnerte während des Festakts an zentrale Kennziffern, die die Größenordnung des Projekts verdeutlichen. Seinen Angaben zufolge beschäftigt die auf Wachstumskurs befindliche Schmoll GmbH derzeit rund 600 Arbeitskräfte am Heimatstandort Rödermark und weitere 300 in Asien. Auf dem 5,8 Hektar großen Baugrundstück wird mit einem Investitionsvolumen von zirka 50 Millionen Euro die Schaffung von Gebäuden, einer Anbindungsstraße, Parkplätzen sowie Beleuchtung und Begrünung ermöglicht.
Herzstück des Ensembles
Nach der Halle soll im kommenden Jahr das Herzstück des Ensembles konkrete Formen annehmen. Die neue Schmoll-Zentrale wird viel Platz für Verwaltung, Forschung und Entwicklung bieten. Sie ist mit einem Raumprogramm von insgesamt 20.000 Quadratmetern veranschlagt. Erfolgreiche Geschäfte wollen Kunz und seine Angestellten künftig dort einfädeln, doch viele Menschen vor Ort wissen vielleicht gar nicht, in welcher Branche sich das Unternehmen tummelt.
Die Antwort, auf einen kurzen Nenner gebracht: In Rödermark werden Bauteile hergestellt, die weltweit in Millionen von Smartphones stecken. Die Premiumprodukte von Schmoll bohren mit Lasertechnik in Turbogeschwindigkeit tausende Löcher in Leiterplatten.