In Rödermark sollen ab 2028 Papiertonnen mit Rollen zum Einsatz kommen, um die Abfuhr von ausrangierten Zeitungen, Prospekten sowie Pappe und Kartonagen für alle Beteiligten einfacher und bequemer zu machen. Sowohl die Bediensteten des Entsorgungsunternehmens, die nicht länger schwere Altpapierbündel in die Fahrzeuge hieven müssen, als auch die Haushalte im Stadtgebiet werden von der angestrebten Neuregelung profitieren. Denn separate Papiertonnen sorgen für mehr Ordnung und Sauberkeit im Umfeld der Häuser. Vom Winde verwehte Loseblattsammlungen: Dieses Szenario könnte dann der Vergangenheit angehören.
Just diesen Beschlussvorschlag unterbreitet der Magistrat den Stadtverordneten, wenn diese am 8. September 2026 um 19.30 Uhr in der Kulturhalle zu ihrer nächsten Sitzung zusammenkommen. Werden die Hände in ausreichender Zahl für eine entsprechende Grundsatzentscheidung gehoben, so kümmert sich der städtische Fachdienst Abfall um die weiteren organisatorischen Schritte.
Kalkulation, Vergabeverfahren, Beauftragung, Bestellung der Behälter… Eine wichtige Maßnahme, die bereits Anfang 2027 nach entsprechender Abfrage bei den ortsansässigen Privathaushalten und Gewerbebetrieben erfolgen soll: All diese Punkte sind umzusetzen, um in ausreichendem Maße planerischen Vorlauf zu haben und im Januar 2028 startklar zu sein.
Entlastung für die Abfallentsorger
Für den zuständigen Fachbereichs- und Fachdienstleiter Reiner Rebel liegen die Vorteile der geplanten Neustrukturierung klar auf der Hand. Mehr Effizienz und spürbare Entlastung beim Heben für die Abfallentsorger, aber auch mehr Hygiene und ein besseres öffentliches Erscheinungsbild ganz allgemein für alle, die auf eine gute, zeitgemäße Form von Abfallabfuhr angewiesen seien – diese Dinge wolle man kombinieren.
Rebel verweist auf den Status quo: Seit 1990 wird Altpapier in Rödermark im Rahmen einer einmal pro Monat stattfindenden Bündel-Straßensammlung im Holsystem in den jeweiligen Abfuhrbezirken erfasst. Die Stadt ist die einzig verbliebene Kommune im Kreis Offenbach, die diesen Modus noch praktiziert. Die Müllwerker müssen teilweise schwere Bündel zur Einwurfluke des Transportfahrzeugs tragen und brusthoch einwerfen, mit sperrigen Kunststoffwannen und Ringbehältern hantieren und dabei auch noch wild verstreutes Material im Blick haben. Die mittlerweile geltenden Arbeitsschutz-Vorschriften schieben der Fortschreibung dieser Praxis einen Riegel vor.
Deshalb soll es zur Systemumstellung kommen, zusatzkostenfrei für alle angeschlossenen Wohn- und Gewerbeeinheiten. Gefäßgrößen von 120, 240 und 1.100 Litern können je nach Bedarf geordert werden. „Vorgesehen sind schwarze Tonnen mit blauen Deckeln“, weiß Rebel zu berichten.
Ergänzend: Altpapier-Annahme auf dem Wertstoffhof
Die ergänzende Option „Altpapier-Annahme auf dem Wertstoffhof an der Kapellenstraße“, die bislang ohne Mengenlimit angeboten wird, soll seinen Angaben zufolge gedrosselt werden, sobald die neuen Papiertonnen 2028 Einzug halten.
„Im Zuge der Neuregelung wird die Annahme auf dem Wertstoffhof auf eine Papiermenge von 400 Litern pro Öffnungstag beschränkt“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage, über die die Stadtverordneten in Kürze zu befinden haben.