Mit einem großen Personalaufgebot ist die Stadtpolizei dieser Tage ausgerückt, um primär den Lieferverkehr an den Ortsdurchfahrten in Urberach und Ober-Roden zu kontrollieren. Das Hauptaugenmerk galt den Beschränkungen im Hinblick auf den Lkw-Durchgangsverkehr.
So wurde beispielsweise an der Kipferl-Kreuzung gezielt nach Fahrern Ausschau gehalten, die das Verbot der Durchfahrt für Transporter ab 3,5 Tonnen auf der zentralen Ortskern-Passage sowie der Achse Mainzer-, Hanauer- und Nieder-Röder-Straße missachten, statt vorschriftsmäßig auf den Rödermarkring und die Bundesstraße 45 auszuweichen.
„Nur diejenigen der genannten Kategorie, die im innerstädtischen Bereich tatsächlich etwas anzuliefern haben, dürfen hier einfahren. Alle anderen haben draußen zu bleiben“, erläuterte der Leiter des städtischen Fachbereichs für Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Alexander Wahlich. Was Sünder erwartet, wurde mehrfach deutlich, nachdem per Anhaltekelle das Signal erfolgte: „Bitte rechts ranfahren zur Kontrolle!“
Dokumente vollständig vorzeigen
Ein Bußgeld von 100 Euro wurde fällig für Fahrzeuglenker, die das Durchfahrtsverbot ignoriert hatten. Kleinere zweistellige Euro-Strafzahlungen waren die Folge, wenn der Gurt nicht angelegt war, während der Fahrt mit dem Handy telefoniert wurde oder Dokumente nicht vollständig vorgezeigt werden konnten.
Das Fazit aus Sicht von Wahlich, dessen Stellvertreter Christian Runkel und der für den Bereich Sicherheit und Ordnung zuständigen Ersten Stadträtin Andrea Schülner, die am „Checkpoint“ an der Frankfurter Straße vorbeischaute: Es sei sinnvoll und erforderlich, den Kontrolldruck hochzuhalten, öffentlichkeitswirksam Flagge zu zeigen und Verstöße konsequent zu sanktionieren.
„Wir planen weitere Aktionen dieser Art noch für das laufende Jahr“, kündigten Wahlich und Runkel an. Ihr Nachsatz: Auch 2027 werde es mit intensiver Frequenz weitergehen, denn die Zahl derjenigen, die man nur über den Geldbeutel oder die Verkehrssünderdatei zur Einsicht bewegen könne, sei nach wie vor zu hoch.