Hilfe für Familien mit schwerstkranken Kindern

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Malteser stellten auf dem Rodau-Markt ihren ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst vor – Start im Februar – Schulung für Ehrenamtliche im Januar – Stadt stellt Bürgertreff Waldacker für Angebote zur Verfügung

Mit einem Stand auf dem Rodau-Markt hat der Malteser Hilfsdienst am vergangenen Donnerstag ein Projekt vorgestellt, das Erste Stadträtin Andrea Schülner als „Herzensangelegenheit“ bezeichnete: Ab Februar wird Rödermark ein Standort des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes sein, den die Malteser seit Jahresbeginn für Stadt und Kreis Offenbach aufbauen. Der Startschuss fällt am 10. Februar bei einem Tag der Kinderhospizarbeit im Bürgertreff Waldacker. Dort werden die Malteser danach auch Treffen für die betroffenen Familien mit Kindern organisieren, für eine wöchentliche Beratung zur Verfügung stehen oder auch Schulungen und Reflexionsabende für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchführen.

Seit vielen Jahren sind die Malteser in der Erwachsenen-Hospizarbeit in Obertshausen, Heusenstamm, Dietzenbach und Neu-Isenburg tätig. In den übrigen Kommunen des Kreises organisieren andere Hilfsorganisationen diese Arbeit. In Rödermark betreut der Hospizdienst und Palliativberatungsdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Rodgau mit seinen ehrenamtlichen Helfern schwerstkranke Erwachsene und deren Angehörige Den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst werden die Malteser für den gesamten Kreis und die Stadt Offenbach anbieten.

„Wir freuen uns, dass wir diese tolle Arbeit unterstützen dürfen, und stellen den Bürgertreff dafür natürlich gerne und kostenfrei zur Verfügung“, sagte Erste Stadträtin Schülner bei der Vorstellung des Angebots auf dem Rodau-Markt. „Familien in solch einer dramatischen Lebenssituation brauchen alle erdenklichen Hilfen.“ Bürgermeister Jörg Rotter berichtete, dass er vor rund einem Monat von den Maltesern kontaktiert wurde. Daraufhin setzte er sich mit Ute Schmidt, der Leiterin des städtischen Ehrenamtsbüros, die selbst als ehrenamtliche Hospizhelferin tätig ist, und Gregor Wade, dem Leiter des Fachbereichs Kultur, Vereine, Ehrenamt, zusammen. Gemeinsam wurde überlegt, wie man diesen wertvollen Dienst auch in Rödermark integrieren und unterstützen könnte. Die barrierefreien Räumlichkeiten im Bürgertreff Waldacker schienen allen Beteiligten sehr gut geeignet für die Pläne der Malteser.

Bis Februar ist es zwar noch eine Weile hin, doch in der Aufbauphase gilt es die entsprechenden Strukturen zu schaffen und Ehrenamtliche für die Begleitung in den Familien zu qualifizieren. Ein neuer Ausbildungskurs beginnt im Januar. Die Malteser würden sich freuen, wenn sich auch Frauen und Männer aus Rödermark dafür melden würden. Ansprechpartnerin ist Claudia Bauer-Herzog, die Kinder- und Jugendhospizdienste schon in Aschaffenburg und im Kreis Miltenberg aufgebaut hat. Kontakt: Hospiz.obertshausenmalteser.org , Tel. 06104 40679-0.

Dank einer Nachschulung für Hospizbegleiter aus den Reihen des Erwachsenen-Hospizdienstes können die Malteser schon jetzt Familien, in den schwerstkranke oder sterbende Kinder oder Jugendliche leben, beraten, unterstützen und begleiten. Mit der Familie wird nach Möglichkeiten zur Unterstützung und Entlastung im Alltag gesucht. Bei Bedarf vermittelt der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst ergänzende Hilfen und Fachdienste. Sämtliche Angebote sind für die betroffenen Familien kostenfrei, unabhängig von Nationalität, Konfessions- und Religionszugehörigkeit.

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Susanne Kaludra, Leiterin Fachbereich Soziales der Stadt, Erste Stadträtin Andrea Schülner, Bürgermeister Jörg Rotter, Claudia Bauer-Herzog, Ute Schmidt (v. l.)
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