Die Luft war schon vor dem ersten Lauf raus: Ein Stromausfall hatte zur Folge, dass der Kompressor nicht mehr arbeitete, das luftige Startportal daraufhin immer schlapper wurde und schließlich über dem auf das Startsignal wartenden Nachwuchs zusammensank. Schnell war es aus dem Weg geräumt, mit ein wenig Verspätung gingen die älteren Kinder auf ihren 2-Kilometer-Kurs, und als sie ins Ziel kamen, gab es auch wieder Strom und Luft für den nächsten Wettbewerb. Über das Auftaktmalheur konnten die beiden Chef-Organisatoren des wumboR-Laufs, Rudi Zischka vom in Rödermark beheimateten Ski-Club Rodgau und Sascha Keller vom Volleyball-Club Ober-Roden, bald schmunzeln. Denn ansonsten lief bei der 15. Auflage des Klassikers am vergangenen Sonntag alles wie am Schnürchen.
Der Wettergott zeigte sich von seiner besten Seite und verwöhnte die insgesamt rund 650 Sportler, darunter fast 350 Kinder, mit idealem Wetter für das laufende Vergnügen, die Stadtverwaltung und die ausrichtenden Vereine sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Nach zweimaliger Coronapause und dem Comeback in abgespeckter Form (Volks- und Firmenlauf) im vergangenen Jahr war die Freude über die Rückkehr des Klassikers mit vollem Programm inklusive Bewirtung groß.
Der zweite Rödermärker Firmenlauf, der rund 120 Beschäftigte von insgesamt 13 ortsansässigen Betrieben und Institutionen (zwei mehr als im vergangenen Jahr) zum Mitmachen animierte, bewährte sich als 5,2 Kilometer langes Breitensport-Vergnügen für Jung und Alt. In das Starterfeld hatte sich auch die Rödermärker Stadtverwaltung eingereiht, inklusive Bürgermeister Jörg Rotter mit Familie. Mit nicht weniger als 32 Läuferinnen und Läufern stellte die Firma ABEL das größte Team. Die Mobilfunker siegten auch in der Mannschaftswertung, schnellster Einzelläufer war Vladimir Poroseci (Rund um den Baum), schnellste Frau Erina Melo Carlo (ABEL Mobilfunk).
Für den sportlichen Höhepunkt sorgte Marc Bunzendahl vom VfL Altenstadt, der die Volkslauf-Strecke über zehn Kilometer in 34:42 Minuten absolvierte, nur wenig langsamer als bei seinem Streckenrekord im vergangenen Jahr und mehr als vier Minuten vor dem Zweitplatzierten, Heiko Grosch vom VFS Rödermark. Der junge Mann mit Rödermärker Wurzeln – seine Großmutter lebt in Ober-Roden – siegte zum dritten Mal beim Lauf rund ums Badehaus. Schnellste Frau war Anna Lisa Eichhorn (MTV Kronberg), die nach 39:43 Minuten die Ziellinie überquerte.
Zweimal die Volkslaufstrecke plus eine kleine Zusatzschleife bei Waldacker – das war die Strecke für die Teilnehmer am Halbmarathon. Ingo Sattler aus Urberach durfte sich nach 1:39:10 Stunden über den Sieg auf seiner Trainingsstrecke freuen. Es war erst seine zweite Teilnahme an einem Halbmarathon. Einen Heimsieg gab es in diesem Lauf auch bei den Frauen: Erste wurde Birgit Schmidt aus Urberach. Sie brauchte 1:48:54 Stunden und war im Ziel von ihrem Sieg überrascht.
Den Schülerlauf über einen Kilometer gewann Anton Heß von der 3f der Schule an den Linden in 3:37 Minuten, schnellstes Mädchen war Dorothea Mannchen von der 3e der Trinkbornschule (4:14). Den Wettbewerb über zwei Kilometer gewannen Nina Vogt von der TSV Heusenstamm (8:10) und Michael Mannchen von der 8f1 der Nell-Breuning-Schule (8:07).
Im Walking über 5,2 Kilometer siegte Eva Servatius (35:40 Minuten) vor Andreas Quintern (36:19).