Sozialer Dienst - Wohnungssicherung

Die gesetzliche Grundlage für Maßnahmen der Wohnungssicherung ergibt sich aus dem Hessischen Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG). Nach den §§ 6 und 11 HSOG vom 14.01.2005 ist es Aufgabe der Gemeinden, drohende Obdachlosigkeit zu vermeiden. Die drohende Obdachlosigkeit zu verhindern, ist danach eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Zuständig ist die Gemeinde, in der der Mensch zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Ursachen für Wohnungslosigkeit sind

  • Vollstreckung eines zivilrechtlichen Räumungsurteils und kein anderweitiges Unterkommen

  • Verlust der Wohnung durch eine Katastrophe, lebenskritische Ereignisse, wie Trennung oder Verlust des Partners

  • Fehlender Wille, einen festen Wohnsitz und damit eine Wohnung anzunehmen,

  • Wenn die Wohnung nicht mehr bewohnbar ist                                    

    Viele Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, verfügen in der Regel über kein oder kein ausreichendes Einkommen, sind überschuldet, haben eine Suchtproblematik und viele von ihnen sind physisch oder psychisch krank oder verhaltensauffällig und/oder von Gewalt betroffen. Es verlieren jedoch auch Menschen ihren Wohnraum wegen Eigenbedarfskündigungen oder Konfliktsituationen bei lebenskritischen Ereignissen.

 

 

Aktuelles

Auf der Suche nach mehr bezahlbarem Wohnraum

Beim zehnten Sozialpolitischen Forum im Kreis Offenbach dreht sich am Freitag, 2. November 2018, alles um ein Thema, das vor allem die Bürgerinnen und Bürger in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main stark unter Druck setzt: die Suche nach bezahlbarem Wohnraum. „Wohnst du schon, oder suchst du noch?“ lautet der Titel des Forums, zu dem der Kreis Offenbach, die Evangelische und Katholische Kirche in der Region und der DGB Südosthessen einladen. Die Vorträge und Gespräche beginnen um 17:00 Uhr im Kreishaus in Dietzenbach, Werner-Hilpert-Straße 1.

„Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern haben es besonders schwer, in unserer Region bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Versäumnisse der Vergangenheit, als nur wenige Sozialwohnungen errichtet wurden, haben uns heute eingeholt. Beim Bau von finanziertem Wohnraum setze ich auch auf die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, die die Förderprogramme des Landes und Bundes nutzen müssen, um die Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter zu berücksichtigen“, sagt Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Carsten Müller.

Noch vor Jahren galt der Grundsatz, dass die Miete höchstens ein Drittel des Einkommens erreichen sollte, doch heute macht die Bezahlung des Wohnraumes in vielen Fällen schon mehr als die Hälfte des den Familien monatlich zur Verfügung stehenden Geldes aus. Der Erwerb von Eigentum bleibt für die meisten Menschen ein unerfüllbarer Traum, wenn die Preise für Immobilien weiter so rasant steigen.

Diese Entwicklung war für die Veranstalter des zehnten Sozialpolitischen Forums entscheidend, das Thema auf dieser Plattform zu diskutieren und nach Lösungswegen zu suchen. Zu Beginn des Treffens wird der Wohnungsmarktexperte Martin Vaché vom Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt mit einem Impulsvortrag das Fundament für die weitere Diskussion über den Wohnungsmarkt legen. Gemeinsam mit Fachleuten können interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Offenbach in kleinen Arbeitsgruppen an Thementischen über die verschiedenen Aspekte der Wohnungsnot sprechen und Ideen erarbeiten, wie der Druck auf dem Markt in absehbarer Zeit gemindert werden kann.

Themen der Diskussion sind unter anderem Sozialer Wohnungsbau im Kreis Offenbach, entmischte Wohngebiete, Mischformen von Wohnen und Gewerbe und verschiedene Wohnmodelle wie etwa genossenschaftliches, intergeneratives oder inklusives Wohnen. In den Gesprächsgruppen des Forums kann dann auch eine Liste von Forderungen zum „Wohnen im Kreis Offenbach“ an die neue Landesregierung entstehen.

Weitere Informationen zum Sozialpolitischen Forum sind bei Sandra Scholz, Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung in den Evangelischen Dekanaten Rodgau und Dreieich, erhältlich, Telefon 06074 4846122, E-Mail sandra.scholz@dekanat-rodgau.de.

Was sind Gründe für einen drohenden Verlust der Wohnung?

Aufgrund der gestiegenen Miet- und Nebenkosten in den letzten Jahren ist es für viele Menschen nur noch sehr schwer oder nicht mehr möglich, ihre Miete zu bezahlen. Da günstiger Wohnraum nur sehr schwierig zu bekommen ist, sind viele Menschen mit der Suche nach einer geeigneten Wohnung überfordert. Soziale und finanzielle Probleme können sehr schnell zu einem Verlust der Wohnung führen, beispielsweise familiäre Probleme und die Trennung von dem*der Partner*in.

Maßnahmen bei drohendem Wohnungsverlust

Gleich ob Sie Mietschulden haben, bereits eine Räumungsklage erhalten haben oder Ihr*e Vermieter*in nur angedeutet hat, dass er nicht länger bereit ist, Ihre Wohnung weiter an Sie zu vermieten ist es Zeit, Konsequenzen aus Ihrer Situation zu ziehen. Im Falle von Mietschulden sollten Sie sich überlegen, mit Ihrer*m Vermieter*in über Ihre finanziellen Schwierigkeiten zu sprechen und eine Stundung der Mietzahlungen auszuhandeln.

Liegen andere Gründe für einen drohenden Wohnungsverlust vor oder Sie haben Probleme mit Ihrem*Ihrer Vermieter*in, bitten wir Sie, sich mit der Wohnungssicherungsstelle der Stadt Rödermark in Verbindung zu setzen. Die Wohnungssicherungsstelle wird überprüfen, welche Möglichkeiten bestehen, eine Räumungsklage abzuwenden und Ihnen im Bedarfsfall eine Notunterkunft zur Verfügung stellen. Zudem können weitere Hilfeleistungen vermittelt werden und überprüft werden, ob Ihnen Sozialleistungen (z.B. Wohngeld, ergänzendes Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung) zustehen, die Ihnen dabei helfen können, Ihre Miete zu bezahlen.  

Umso früher Sie Hilfe aufsuchen, umso wahrscheinlicher ist es, dass eine Räumungsklage abgewendet werden kann.

Unterstützung für Vermieter*innen

Wenn Sie Schwierigkeiten mit Ihren Mieter*innen haben oder Mietrückstände bestehen, können Sie gerne auf uns zukommen und wir werden Kontakt zu ihren Mieter*innen aufnehmen, um gemeinsam mit Ihnen und den Mieter*innen nach einer Lösung zu suchen. Es ist wichtig frühzeitig ins Gespräch zu kommen und nicht erst vor einer Räumungsklage.

Wohnungssuche

Sie suchen nach einer Wohnung, weil die eigenen vier Wände zu groß/ zu klein oder aus anderen Gründen nicht mehr passend sind? 

Auf folgenden Immobilienportalen können Sie nach Wohnraum suchen:

www.immobilienscout24.de

www.immowelt.de

www.wg-gesucht.de

www.ebay-kleinanzeigen.de

www.wunschimmo.de

www.wohnungsboerse.net

www.wohnungsmarkt24.de

 

In der Wohngemeinschafts-Börse auf der Website von WOHN:SINN - Bündnis für inklusives Wohnen finden Menschen mit und ohne Behinderung zueinander. Neben der WG-Börse für alle, die inklusiv wohnen wollen, gibt es einen Blog, in dem inklusive WGs aus ihrem Leben erzählen sowie Informationen für alle, die eine inklusive WG gründen wollen. Außerdem bietet WOHN:SINN Vorträge, Workshops und Beratung für Interessierte und inklusive WGs an.

www.wohnsinn.org

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