Frauenbeauftragte - Aktuelles

Quereinstieg zur pädagogischen Fachkraft

Die wichtigsten Änderungen im Rahmen des Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen

 

 

100 Jahre Frauenwahlrecht: Elly Heuss-Knapp stärkte die Frauen

Die Gründerin des Müttergenesungswerks war eine politische Frau
Berlin, 25. Januar 2018. „Frauen werbt und wählt, jede Stimme zählt, jede Stimme wiegt, Frauenwille siegt!“ Mit diesem Slogan warb Elly Heuss-Knapp für die erste Wahl von Frauen nach Einführung des Frauenwahlrechts 1918. Zeit ihres Lebens war sie sozial und politisch engagiert und setzte sich v.a. für Frauen und Familien ein – gekrönt hat sie ihr Wirken viele Jahre später mit der Gründung des Müttergenesungswerks.
Am 25. Januar 1881, heute vor 137 Jahren, wurde Elly Heuss-Knapp, Deutschlands erste First Lady, in Straßburg geboren. Noch während ihrer Studienzeit begann sie, politische Vorträge zu halten. Als Frauen 1919 das erste Mal wählen durften, engagierte sie sich im überparteilichen Ausschuss der Frauenverbände für die Wahlkampagne. In einem Brief an ihre Schwester schrieb sie: "Jetzt bin ich sehr an der Arbeit; Propaganda für die Frauenverbände Deutschlands. Fabrik von Flugblättern, Versen etc. […]. Für Ausübung des Wahlrechts aller Frauen". Zudem ließ sie sich auch selbst als Kandidatin für die Wahl zur Nationalversammlung aufstellen.
Was damals ein Novum war, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Auch in der Sozialpolitik hat Elly Heuss-Knapp Spuren hinterlassen. Mit der Gründung des Müttergenesungswerks 1950 wurde die Gesundheit von Müttern, ihre Belastungen und die Notwendigkeit von Kurmaßnahmen ein politisches Thema. 1989 ist es der Stiftung schließlich gelungen, diese Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen im Sozialgesetzbuch zu verankern. Heute sind Mütterkuren, Mutter-Kind-Kuren und auch Väter- und Vater-Kind-Kuren Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Die Vision der vernetzten Arbeit für die Gesundheit von Müttern führt das Müttergenesungswerk als gemeinnützige Stiftung im Verbund mit den Wohlfahrtsverbänden bzw. deren Fachverband/ Arbeitsgemeinschaft fort. Im Sinne von Elly Heuss-Knapp werden Mütter, Väter und pflegende Angehörige bei Kurmaßnahmen individuell – ggf. auch mit Spenden – unterstützt. Zudem setzt sich das Müttergenesungswerk strukturell und politisch für bessere Rahmenbedingungen ein.


Weitere Informationen und Kontakt:
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Ansprechpartnerin: Anne Schilling
Tel.: 030 3300290
pressemuettergenesungswerk.de
Kurtelefon: 030 33002929
www.muettergenesungswerk.de
www.muettergenesungswerk.de/jetzt-spenden
Spendenkonto: IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04, BIC: BFSWDE33MUE

 

 

 

Stipendienprogramm Saba für Migrantinnen

Mit dem Stipendienprogramm Saba bietet die Crespo Foundation seit 2006 jungen Frauen und Müttern mit Migrationshintergrund die Chance, ihre Bildungskarriere neu anzugehen. Das Programm wendet sich an Migrantinnen im Alter zwischen achtzehn und fünfunddreißig Jahren. Saba zielt darauf ab, die biographische Selbstbestimmtheit seiner Teilnehmerinnen zu fördern. Jedes Jahr werden neue Stipendiatinnen aufgenommen. Die Frauen erhalten die Möglichkeit, einen adäquaten Schulabschluss nachzuholen und sich damit Perspektiven für einen neuen Lebensentwurf zu sichern.

An finanziellen Leistungen enthält das Stipendium die Übernahme der Schul- und Fahrtkosten, eine Beteiligung an den Kinderbetreuungskosten bis zu 150 € monatlich sowie Bildungsgeld für Nachhilfe, Weiterbildung und Schulmaterial in Höhe von maximal 100 € pro Monat.

Neben einer individuellen Beratung und Begleitung durch die Projektleitung bietet Saba Bildungsseminare an, die auf die spezifischen Anforderungen der Stipendiatinnen zugeschnitten sind. Die Themenpalette der Seminare reicht von Kommunikationstraining über Phonetik, Kniggetraining und Rhetorik bis hin zum Zeit- und Stressmanagement. Mehrmonatige, in Zusammenarbeit mit Künstlern und Kulturschaffenden entwickelte Kreativprojekte, unter anderem mit Fokus auf Fotografie, Tanz oder Kreativem Schreiben bieten den Frauen zudem die Möglichkeit, Lebenserfahrung und Visionen künstlerisch umzusetzen. In diesen gemeinsam absolvierten Schulungen erlangen die Frauen neues Selbstwertgefühl, bilden solidarische Netzwerke und erkennen ihre Stärken und Möglichkeiten.

Im Zusammenspiel dieser Maßnahmen sieht Saba sich als Schutzraum, in dem die ausgewählten Kandidatinnen jenes Selbstverständnis im Umgang mit Bildungsangeboten erwerben können, das für andere ganz normal sein mag. Saba-Stipendiatinnen sind - ebenso wie die Königin, die dem Programm seinen Namen gibt - mutige und ambitionierte Frauen. Oft waren es mangelnde Sprachkenntnisse, die Verpflichtungen eines scheinbar hermetischen Alltags, die es ihnen bislang verwehrten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. In anderen Fällen kommen die Teilnehmerinnen qualifiziert aus ihren Ursprungsländern, sind aber in der Eingeschränktheit des sozialen Milieus, auf das sie treffen, nicht in der Lage, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Saba unterstützt die Ambition und Entschlossenheit von Migrantinnen, die sich aus solchen Beschränkungen lösen und neue Wege beschreiten wollen. Bewerbungen für das Schuljahr 2018/2019 können ab Januar 2018 schriftlich an die Crespo Foundation, Haus des Buches, Braubachstraße 16, 60326 Frankfurt, z.Hd. Cora Stein, gesendet werden. Weiter Infos unter www.crespo-foundation.de

 

 

30 Jahre hessische Frauen- und Gleichstellungsbüros – Frauenpolitik in Hessen „GESTERN-HEUTE-MORGEN"

Seit den achtziger Jahren sind in fast allen hessischen Kommunen und Landkreisen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte tätig. Sie arbeiten auf kommunaler Ebene auf der Grundlage der Hessischen Gemeindeordnung bzw. der Hessischen Landkreisordnung und auf Verwaltungsebene auf der Grundlage des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, das im Jahre 1993 in Kraft getreten ist.

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der hessischen Frauen- und Gleichstellungsbüros hat im November 2017 ihr 30 jähriges Jubiläum im Biebricher Schloss gefeiert.

Der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister, Tarek Al-Wazir sprach über seine persönlichen Erfahrungen mit der tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung, die Artikel 3 des Grundgesetzes vorschreibt. Die finanziellen und personellen Ressourcen der Landesarbeitsgemeinschaft sind sehr begrenzt. Daher forderten die LAG-Frauen eine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle auf Hessenebene. Diese Hausaufgabe gaben sie dem Minister mit auf den Weg.

Barbara Stolterfoht, Staatsministerin a.D., berichtete als erste Frauenbeauftragte einer hessischen Kommune über die Anfänge der institutionalisierten Frauenpolitik und die Notwendigkeit, sich in der männlich geprägten Hierarchie von Verwaltung, Politik und Unternehmen Respekt zu verschaffen. Frau Schonhart, Leiterin der hessischen Koordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt, bekräftigte in ihrem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit den Frauenbeauftragten, die in Kooperation mit dem Land Hessen vor Ort eine tragende Rolle dabei übernehmen, häusliche Gewalt zu benennen und Beratung und Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder zu etablieren. Sigrid Isser, Vorsitzende des Landesfrauenrats Hessen wies in ihrem Grußwort auf die Wichtigkeit der Vernetzung der 46 Frauenverbände hin. Sie bot den hessischen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten eine noch engere Zusammenarbeit in wichtigen Themenfeldern wie Frauenarmut, Medien und Verbesserung der Lebenssituation in ländlichen Räumen an. Schwungvoll, mit Charme und Biss führte Birgit Simon, erste Beigeordnete des Regionalverbandes Rhein-Main durch den Abend. Ihre Karriere begann als Frauenbeauftragte in der Wetterau.

Die hessischen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten arbeiten an allen frauenrelevanten Themen und setzen sich für die Umsetzung der Gleichstellung in der Gesellschaft ein. Sie sehen Defizite bei den Erwerbschancen von Frauen und kritisieren die fortdauernde Gewalt im Geschlechterverhältnis, setzen sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Bekämpfung der Altersarmut von Frauen ein. Sie ebnen Wege für Frauen in den ersten Arbeitsmarkt bis hin in die Führungsetagen und in die Politik. Weiterhin sorgen sie für Transparenz bei Stellenbesetzungsverfahren und fordern Maßnahmen gegen die Unterrepräsentanz von Frauen im öffentlichen Dienst. Sie koordinieren in ihren Kommunen Runde Tische gegen häusliche und sexualisierte Gewalt und bringen so die entscheidenden Akteurinnen und Akteure wie Frauenhäuser, Beratungsstellen und die Polizei zusammen.

Im Anschluss an die Jubiläumsfeier trafen sich die Frauen- und Gleichstellungsbeauf-tragten zu ihrer Landeskonferenz im Rathaus Wiesbaden. Hier wurde unter anderem der vorabendliche Vortrag von Frau Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski „Kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte: Sind einheitliche Standards notwendig?" diskutiert.

Für das Jahr 2018 steht eine große frauenpolitische Errungenschaft im Mittelpunkt: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Die hessischen Frauen- und Gleichstellungsbeauftrag-ten sind mit der Planung von Veranstaltungen und Aktionen beschäftigt. Die Forderung nach einer Geschäftsstelle mit einer hauptamtlichen Geschäftsführung für die LAG wird von den LAG-Frauen im Rahmen der Hessischen Landtagswahlen mit den Parteien diskutiert und gefordert.

Das neu gewählte Sprecherinnengremium der Landesarbeitsgemeinschaft hessischer Frauen- und Gleichstellungsbüros: Patricia Mayer (Stadt Bad Nauheim), Susanne Rosemann (Landkreis Gießen), Britta Heblich (Stadt Friedrichsdorf), Sabine Nadler (Stadt Langen), Gianina Zimmermann (Klinikum Frankfurt/Höchst).

Für Fragen stehen Ihnen Patricia Mayer (Bad Nauheim - unter patricia.mayer@bad-nauheim.de) und Gianina Zimmermann (Klinikum Frankfurt - unter FrauenbeauftragteKlinikumFrankfurt.de) als Sprecherinnen der LAG gerne zur Verfügung.

 

 

"Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung" Fördergelder

Das Ministerium für Bildung und Forschung hat dem "Frauen id" Förderprogramm im Rahmen von "Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung" Fördergelder bis Oktober 2018 zugesichert.

Das Frauen iD Projekt vom Paritätischen Bildungswerk Bundesverband e.V. fördert bis Oktober 2018 kulturell künstlerisch niedrigschwellige Projekte von/mit/für geflüchtete/n Frauen zwischen 18 und 26 Jahren.

Bei dem Förderprogramm "Frauen iD" handelt es sich um ein Förderporgramm ausschließlich für Frauen. Neben weiblichen Honorarkräften, Sachkosten, Aufwandsentschädigungen können auch Sprachmittlerinnen und Kinderbetreuerinnen gefördert werden. Anträge können jederzeit eingereicht werden. Die Projekte müssen bis zum 01.10.2018 abgeschlossen sein.

Mehr Informationen sowie den Link zum Antragssystem erhalten Sie unter: www.frauen-id.de

 

 

 

Hamburger Fitnessstudio gewinnt Auszeichnung für die frauenfeindlichste Werbung 2017

Bereits zum dritten Mal verleiht TERRE DES FEMMES (TDF) den Negativ-Preis „Der Zornige Kaktus“ für besonders frauenfeindliche Werbung. Diesjähriger Preisträger der Auszeichnung ist eine Anzeige des Sportstudios „fitness & friends“. Es wirbt mit einer an einem Lebensmittel lutschenden Frau und dem Spruch „Heiss, heiss Baby!“ für sein Fitnessstudio.
Weitere Infos: https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/frauenfeindliche-werbung/der-zornige-kaktus-2017

Förderung: Projekte von und für Mädchen und junge Frauen in Deutschland

Förderrichtlinie 2018
Was würdest du für Mädchen tun? filia heißt „Tochter“.
Wir unterstützen Projekte, die Mädchen stark machen, mit bis zu 5.000 €.
Die Projekte sollen etwas dafür tun, dass Mädchen und junge Frauen frei von Gewalt leben können und dass sie in der Gesellschaft mitentscheiden. Die Projekte werden von Mädchen und/oder Frauen für Mädchen und junge Frauen gemacht.

Bis zum 20. Februar 2018 nimmt filias Mädchenbeirat Anträge mit Ideen und Plänen für Projekte an.
Die Anträge werden von uns, den Mädchen und jungen Frauen des Mädchenbeirats, gelesen und diskutiert. Der Mädchenbeirat besteht zurzeit aus 12 jungen Frauen zwischen 15 und 22 Jahren, die schön verschieden sind. Wir schlagen dem Stiftungsrat von filia vor, welche Mädchenprojekte in Deutschland gefördert werden sollen. Besonders spannend finden wir Anträge, die von Mädchen selbst geschrieben sind oder an denen sie mitgewirkt haben.

Beantragen können Organisationen, die in Deutschland als gemeinnützig anerkannt sind.
Jede Organisation kann nur ein Projekt beantragen. Die Projekte, die beantragt werden, müssen von Mädchen oder Frauen geleitet sein. Die Projekte können frühestens zum 15. April 2018 starten - wann genau sie beginnen und wie lange sie dauern sollen, entscheiden aber die Antragstellerinnen selbst.
Projekte, die schon einmal gefördert wurden, dürfen wieder beantragen – es sollen aber neue Ideen dabei sein oder neue Zielgruppen einbezogen werden!

Auswahlprozess:
Der Antrag soll nicht länger als drei Seiten lang sein und muss spätestens am 20. Februar 2018 vollständig und möglichst per Email bei filia eingegangen sein. Den Antrag lesen wir Mädchen und jungen Frauen vom Mädchenbeirat – bitte berücksichtigt das bei der Sprache! filia bestätigt, dass der Antrag eingegangen ist. Aus den passenden Anträgen suchen wir im März 2018 die überzeugendsten und interessantesten aus. Der Stiftungsrat entscheidet auf der Grundlage unserer Empfehlungen im April 2018, welche Projekte gefördert werden. Mitte April 2018 bekommen die Antragstellerinnen Bescheid, ob ihr Projekt gefördert wird oder nicht.

Antwort auf Fragen gibt es bei
Svenja Genthe unter 040 – 380 381 990 s.genthe@filia-frauenstiftung.de oder
Claudia Bollwinkel 040 – 380 381 990 c.bollwinkel@filia-frauenstiftung.de
Mehr zu filias Mädchen-Empowerment-Programm und geförderten Projekten ist zu finden auf der filia-Homepage www.filia-frauenstiftung.de

Wir sind auch auf facebook und Twitter!
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