Aktuelles

Corona-Warn-App:

Die Corona-Warn-App ist eine App, die hilft, Infektionsketten des SARS-CoV-2 (COVID-19-Auslöser) in Deutschland nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Die App basiert auf Technologien mit einem dezentralisierten Ansatz und informiert Personen, wenn sie mit einer infizierten Person in Kontakt standen. Transparenz ist von entscheidender Bedeutung, um die Bevölkerung zu schützen und die Akzeptanz zu erhöhen.

Alle Informationen rund um die neue Corona-Warn-App finden Sie hier:

https://www.coronawarn.app/de/

Aktuelles: 

Frauenberatungsstelle Frauen helfen Frauen Kreis Offenbach e.V.

Aufgrund der aktuellen Lage findet in der Frauenberatungsstelle Frauen helfen Frauen Kreis Offenbach e.V. nur telefonische Beratung statt.

Um für alle Frauen gut erreichbar zu sein, wurden die telefonischen Beratungszeiten deutlich ausgeweitet. Sie erreichen die Beratung durchgehend in den Zeiten:

montags bis donnerstags von 9.00 - 16.00 und freitags von 9.00 - 12.30

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage des Vereins:             

https://frauenhelfenfrauen-kreisof.de/

 

herCAREER 29-30.10-2020 – Messe in München

Karrieremesse für Absolventinnen, Frauen in Fach- und Führungspositionen und Existenzgründerinnen

herCAREER - ist die einzige Karrieremesse in Europe, die alle Aspekte einer weiblichen und familiären Karriereplanung berücksichtigt. 

herCAREER ist die Leitmesse für die weibliche Karriereplanung!

Weitere Infos unter: 

https://www.her-career.com/

 

 

 

 

 

 

Frauenhäuser Hessen online

 

Seit Juli 2018 ist ein neuer, gemeinsamer Internetauftritt der 31 hessischen Frauenhäuser im Netz präsent.

Die Website bietet tagesaktuell einen Überblick über freie Frauenhausplätze in Hessen und ermöglicht damit betroffenen Frauen und anderen mit der Problematik befassten Berufsgruppen und interessierten Personen, sich schnell und direkt über die Verfügbarkeit freier Plätze zu informieren.

Außerdem wird über das Aufgabenprofil der Frauenhäuser und ihrer externen Beratungsstellen informiert. Links führen zu den einzelnen Einrichtungen vor Ort und informieren über spezialisierte Angebote oder besondere Merkmale der jeweiligen Frauenunterstützungseinrichtung.

Die Website ist ein gemeinsames Projekt der hessischen Frauenhäuser, die in der AGFH (Arbeitsgemeinschaft der hessischen Frauenhäuser in Trägerschaft) und der LAG (Landesarbeitsgemeinschaft der autonomen Frauenhäuser in Hessen) organisiert sind. Beide Arbeitsgemeinschaften sind vernetzt und ermöglichen damit einen landesweiten fachlichen Austausch, sowie eine Zusammenarbeit bei der Vertretung gemeinsamer Interessen. Hier werden außerdem Konzepte der Frauenhausarbeit diskutiert und weiterentwickelt.

Das Internet-Projekt wird finanziert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, die Website soll sukzessive auch barrierefrei nach den aktuellen Richtlinien der EU angeboten werden.

Hessen ist damit das zweite Bundesland neben NRW, das diesen besonderen Service bietet.

Nach den ersten drei Monaten Laufzeit wird insbesondere deutlich, dass die Frauenhausplätze in Hessen nicht ausreichend sind und dringend aufgestockt werden müssen, um zeitnah allen betroffenen Frauen und ihren Kindern in einer akuten Krisensituation Schutz und Unterkunft bieten zu können.

Nach der sog. „Istanbul-Konvention", die auch die Bundesrepublik ratifiziert hat und die nun umgesetzt werden muss, fehlen insgesamt mindestens 300 Plätze bzw. Zimmer für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen in Hessen.

Wie bisher sind telefonische Nachfragen und Beratungen in allen Frauenhäusern auch bei Vollbelegung jederzeit möglich.                                                                                                          https://www.frauenhaeuser-hessen.de/

Karlsruher Erklärung - Verfassungsauftrag Gleichstellung - Taten zählen!

"Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin".

24 Jahre nachdem Artikel 3 des Grundgesetzes um Absatz 2 ergänzt wurde, stellen wir fest, dass das Staatsziel Gleichstellung in vielen Punkten nicht erreicht ist. Wir benötigen zusätzliche Anstrengungen der Verantwortlichen auf Bundes- und Länderebenen sowie in den Kommunen und Kreisen der Länder um die strukturellen Benachteiligungen von Frauen abzubauen.

Faktencheck:

- Politische Repräsentanz: Frauenanteil im aktuellen Deutschen Bundestag 30,9 % 1, in den Gemeindeparlamenten sogar nur durchschnittlich 25%2

- Gewalt gegen Frauen: Mindestens 109.000 Frauen wurden (2016) Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. Mehr als jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch die Gewalt Ihres Partners oder Expartners.3 Folgekosten von Gewalt an Frauen: mindestens 3,8 Mrd.4

- Löhne und Gehälter: Die Bruttostundenlöhne von Frauen in Deutschland liegen im Durchschnitt 21% niedriger als die der Männer.5 Als Ursache werden neben unmittelbarer Diskriminierung vor allem niedrigere Einkommen bei Teilzeitarbeit und schlechte Verdienstmöglichkeiten in von Frauen dominierten Branchen angegeben. 2,93 Mio. Frauen haben ausschließlich einen Minijob6    

- Altersarmut: 58% der Menschen, die 2017 als Altersrentner*innen Grundsicherung nach dem SGB XII erhielten, sind weiblich.7 Aufgrund hoher Teilzeitquoten, niedriger Verdienste und veränderter Lebensbiografien wird die Gesamtzahl von altersarmen Frauen weiter ansteigen. Fast einem Drittel alleinstehender Frauen droht bis zum Jahr 2036 die Altersarmut8     Besonders allein Erziehende sind schon jetzt von Armut betroffen,9 ausgerechnet diese Gruppe ist steuerlich besonders benachteiligt.10

- Unbezahlte Sorgearbeit: Frauen leisten 52% mehr Haus- und Pflegearbeit als Männer, d.h. anderthalbmal so viel.11

- Führungspositionen: Mehr als zwei Drittel der Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden sind mit Männern besetzt.12 Von 437 Verwaltungsspitzen in den Landkreisen, Stadtkreisen und kreisfreien Städten sind 11,4 % mit Frauen besetzt.13

- Digitale Zukunft: Die IT-Arbeitswelt ist männerdominiert. Die Gestaltung der digitalen Zukunft in allen Lebens-und Arbeitsbereichen hat bereits begonnen – überwiegend ohne Frauen: Nur 14% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Informatik sind2 weiblich.14 Die Chancen mit einem ganzheitlichen geschlechtersensiblen Blick eine neue Arbeits- und Lebenswelt zu gestalten, werden zunehmend vertan.    

- Kommunale Gleichstellungsarbeit: Es fehlen einheitliche rechtliche und finanzielle Standards für kommunale Gleichstellungsarbeit. Eine bundesweit qualitativ gleichwertige geschlechtergerechte Daseinsvorsorge in den Kommunen ist nicht gewährleistet.15

Diese Fakten machen klar: Der Nachholbedarf für die Umsetzung des Staatsziels „Gleichberechtigung von Frauen und Männern" ist groß.

Taten zählen!

Nur eine gezielte konsequente und konsistente Gleichstellungspolitik auf allen staatlichen Ebenen kann hier Abhilfe schaffen. Die Verantwortlichkeit für Gleichstellungspolitik darf nicht im Mahlwerk der Kompetenzen zwischen Bund, Ländern und Kommunen atomisiert werden.

Die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten nehmen die Koalitionsparteien beim Wort. In ihrem Koalitionsvertrag ist festgelegt:

„Wir wollen noch vorhandene strukturelle Hemmnisse abbauen und werden dazu eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie entwickeln und mit einem Aktionsplan umsetzen."16

Die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten fordern, dass ein Aktionsplan in der Querschnittsverantwortung aller Ressorts die Ungerechtigkeiten und Fehlentwicklungen zum Nachteil von Frauen beendet. Schutz vor Gewalt und sexistischen Strukturen muss in allen Bereichen des Lebens und Arbeitens, von Gesellschaft und Politik gewährleistet werden. Dafür müssen tragfähige, aufeinander abgestimmte und nachhaltig wirksame Maßnahmen und Strukturen geschaffen werden. Bei den Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch muss in einem ersten Schritt das unzeitgemäße Werbeverbot des § 219a StGB abgeschafft werden. Weiterhin fordern wir die Abschaffung des § 218 StGB.

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Bundesstiftung, die sich insbesondere Fragen der gerechten Partizipation von Frauen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft widmen soll17, ist ein vielversprechender Ansatz. Wir erwarten, dass die Bundesstiftung schnellstmöglich gegründet und mit auskömmlichen personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet wird.

Auch bei der Umsetzung der Verpflichtungen aus der Istanbul-Konvention setzen wir auf zügige Erfolgsmeldungen. Besonders dringend sind die Prävention sowie die auskömmliche finanzielle Absicherung von Frauenhäusern und entsprechenden ambulanten Hilfe- und Betreuungsangeboten.

Die steuerliche Benachteiligung allein Erziehender muss beendet und Altersarmut vorgebeugt werden. Allein Erziehende und ihre Kinder brauchen deutlich mehr staatliche Unterstützung. Die steuerliche Bevorzugung von Ehen durch das Ehegattensplitting ist endlich abzuschaffen. Es ist weder zeitgemäß noch gerecht.

Die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten befördern vor Ort die Umsetzung des Verfassungsauftrages „Gleichstellung". Dafür brauchen sie Personalstellen, gut ausgestattete Büros und ein ausreichendes Budget. Bundesweite einheitliche Standards für kommunale Gleichstellungsarbeit sind eine notwendige Voraussetzung.3

Verfassungsauftrag Gleichstellung! Endlich erfüllen! Taten zählen!

 

1 Deutscher Bundestag

2 Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft ,

3 BKA, Kriminalstatistische Auswertung 2016

4 Sylvia Sacco: Häusliche Gewalt Kostenstudie für Deutschland, tredition 2017

5 Destatis 2017

6 BA, 2017

7 Destatis 2018

8 Bertelsmann Stiftung, 2017

9 Destatis 2017

10 Bertelsmann Stiftung, Alleinerziehende unter Druck, 2014

11 Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, 2017

12 Gleichstellungsindex 2017

13 Eigene Erhebung der GFMK Stand Nov 2017 in: Gleichstellungsatlas BMFSFJ

14 Statistik der Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2017

15 BAG kommunaler Frauenbüros: Zur Situation der kommunalen Gleichstellungsstellen und Frauenbüros 2013

16 Ein neuer Aufbruch für Europa, Eine neue Dynamik für Deutschland, Ein neuer Zusammenhalt für unser Land - Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode, Zeilen 939 ff

17 ebenda, Zeilen 995 ff 

LAG Stellungnahme zum §219

Die wichtigsten Änderungen im Rahmen des Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen

 

 

Stipendienprogramm Saba für Migrantinnen

Mit dem Stipendienprogramm Saba bietet die Crespo Foundation seit 2006 jungen Frauen und Müttern mit Migrationshintergrund die Chance, ihre Bildungskarriere neu anzugehen. Das Programm wendet sich an Migrantinnen im Alter zwischen achtzehn und fünfunddreißig Jahren. Saba zielt darauf ab, die biographische Selbstbestimmtheit seiner Teilnehmerinnen zu fördern. Jedes Jahr werden neue Stipendiatinnen aufgenommen. Die Frauen erhalten die Möglichkeit, einen adäquaten Schulabschluss nachzuholen und sich damit Perspektiven für einen neuen Lebensentwurf zu sichern.

An finanziellen Leistungen enthält das Stipendium die Übernahme der Schul- und Fahrtkosten, eine Beteiligung an den Kinderbetreuungskosten bis zu 150 € monatlich sowie Bildungsgeld für Nachhilfe, Weiterbildung und Schulmaterial in Höhe von maximal 100 € pro Monat.

Neben einer individuellen Beratung und Begleitung durch die Projektleitung bietet Saba Bildungsseminare an, die auf die spezifischen Anforderungen der Stipendiatinnen zugeschnitten sind. Die Themenpalette der Seminare reicht von Kommunikationstraining über Phonetik, Kniggetraining und Rhetorik bis hin zum Zeit- und Stressmanagement. Mehrmonatige, in Zusammenarbeit mit Künstlern und Kulturschaffenden entwickelte Kreativprojekte, unter anderem mit Fokus auf Fotografie, Tanz oder Kreativem Schreiben bieten den Frauen zudem die Möglichkeit, Lebenserfahrung und Visionen künstlerisch umzusetzen. In diesen gemeinsam absolvierten Schulungen erlangen die Frauen neues Selbstwertgefühl, bilden solidarische Netzwerke und erkennen ihre Stärken und Möglichkeiten.

Im Zusammenspiel dieser Maßnahmen sieht Saba sich als Schutzraum, in dem die ausgewählten Kandidatinnen jenes Selbstverständnis im Umgang mit Bildungsangeboten erwerben können, das für andere ganz normal sein mag. Saba-Stipendiatinnen sind - ebenso wie die Königin, die dem Programm seinen Namen gibt - mutige und ambitionierte Frauen. Oft waren es mangelnde Sprachkenntnisse, die Verpflichtungen eines scheinbar hermetischen Alltags, die es ihnen bislang verwehrten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. In anderen Fällen kommen die Teilnehmerinnen qualifiziert aus ihren Ursprungsländern, sind aber in der Eingeschränktheit des sozialen Milieus, auf das sie treffen, nicht in der Lage, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Saba unterstützt die Ambition und Entschlossenheit von Migrantinnen, die sich aus solchen Beschränkungen lösen und neue Wege beschreiten wollen. Bewerbungen für das Schuljahr 2020/2021 können ab Januar 2020 schriftlich an die Crespo Foundation, Haus des Buches, Braubachstraße 16, 60326 Frankfurt, z.Hd. Cora Stein, gesendet werden. Weiter Infos unter www.crespo-foundation.de

 

 

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