Nahaufnahme einer asiatischen Hornisse im Flug gegenüber einer Biene auf einer Holzoberfläche. Quelle: Adobe Stock - Lothar Lenz

Invasive Arten

Invasive Arten stellen eine wachsende Herausforderung für Natur, Umwelt und Siedlungsräume dar. Durch den globalen Waren- und Reiseverkehr gelangen immer mehr nicht heimische Tier- und Pflanzenarten nach Deutschland. Einige von ihnen können sich stark ausbreiten und heimische Arten verdrängen oder Schäden verursachen.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu ausgewählten invasiven Arten, deren Erkennungsmerkmale sowie Hinweise zum richtigen Umgang mit Funden. Zuständig für die Bekämpfung auf privaten Flächen sind nicht die Kommunen oder die Naturschutzbehörden, sondern die Eigentümer der betroffenen Grundstücke. Eine frühzeitige Identifikation durch Fachleute ist vorteilhaft für eine erfolgreiche Eindämmung.

Falls Sie Anzeichen invasiver Arten auf einer öffentlichen Fläche (z. B. Gehweg) finden, können Sie dies über den städtischen Mängelmelder melden. So helfen Sie dabei, eine weitere Ausbreitung frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.


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Invasive Arten in Rödermark im Überblick

Große Drüsenameise

Die aus dem Mittelmeerraum stammende Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) breitet sich seit einigen Jahren in Deutschland aus und ist bereits an einigen Stellen im Kreis Offenbach gesichtet uns bestätigt worden. Im Gegensatz zu den nützlichen heimischen Ameisen, die unter Artenschutz stehen, wird empfohlen, die große Drüsenameise professionell bekämpfen zu lassen.

Mit einer Vielzahl an Königinnen bildet Tapinoma magnum unterirdische Superkolonien und bevölkert riesige Flächen. Auf befallenen Flächen kann sie hohe Schädlingsbekämpfungs- sowie Infrastrukturerhaltungskosten verursachen.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich bei Ihrem Fund um eine Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) handelt, erhalten Sie Hilfe zur Überprüfung und weitere Informationen beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie.

Informationen des Landesamts zur großen Drüsenameise

Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) stammt ursprünglich aus Südostasien und wurde in den frühen 2000er Jahren in Europa eingeschleppt. 

Sie bildet mit durchschnittlich 2.000 Individuen wesentlich größere Staaten als die in Deutschland heimische Hornisse, deren Staaten in der Regel nur um die 700 Individuen umfasst. Eine Besonderheit der Art ist der Umzug des gesamten Staates im Sommer. Im Frühjahr baut die Asiatische Hornisse ein Gründungsnest an ähnlichen Standorten wie unsere heimischen Vertreter: z.B. in Schuppen und Rollladenkästen, teilweise aber auch in Sträuchern. Im Hochsommer wird dann ein zweites Sekundärnest hoch oben zumeist in mehr als 10 m Höhe gebaut. Diese Sekundärnester werden oft erst im Herbst bemerkt, nachdem die Bäume ihre Blätter verlieren. Lässt man das Nest über den Winter hängen, kommt es im Frühjahr meist zu einer erhöhten Gründung neuer Nester in der Umgebung.

Im Gegensatz zu den heimischen Hornissen, Wespen und Bienen steht diese Art nicht unter Artenschutz. Ganz im Gegenteil kann die Asiatische Hornisse unseren heimischen Arten sogar gefährlich werden, da sie diese teilweise jagt und als Nahrung für ihre Larven nutzt.

Zuständig für die Bekämpfung auf privaten Flächen sind nicht die Kommunen oder die Naturschutzbehörden, sondern die Eigentümer der betroffenen Grundstücke. 

Es besteht jedoch eine hohe Verwechslungsgefahr mit heimischen Arten. Ein Anfangsverdacht sollte auf jeden Fall vor einem Eingriff überprüft werden.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich bei Ihrem Fund um eine Asiatische Hornisse handelt, erhalten Sie weitere Informationen beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Dort können Sie, sobald Sie sich sicher sind, dass es sich um Asiatische Hornissen handelt, Ihren Fund auch melden, um die Ausbreitung der Art besser dokumentieren zu können.

Informationen des Landesamts zur asiatischen Hornisse