Freiflächen des "funktionalen Ortskerns" Ober-Roden

Der öffentliche Raum des funktionalen Ortskerns ist in seiner Gesamtheit bislang aufgrund fehlender Gestaltung und Profilierung nicht als ein zusammenhängender Aufenthaltsbereich wahrnehmbar. Die Freifläche ist im Vergleich mit dem Ortskern außergewöhnlich groß und setzt sich zusammen aus dem gestalteten und belebten Rathausplatz, dem gering genutzten Kulturhallenplatz samt Verkehrsflächen sowie den Verbindungen zwischen den beiden Flächen (Fußweg entlang des Horts, Vorbereich der Trinkbornschule).

Besonderes Potential und Ausstrahlungskraft für den gesamten Ort birgt die hohe Dichte an öffentlichen Einrichtungen, die an den funktionalen Ortskern angrenzen bzw. in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden sind. Im Zuge der Bürgerbeteiligung und der Gespräche während der ISEK-Erarbeitung wurde ebenfalls deutlich, dass den Freiflächen eine zentrale Bedeutung zugemessen wird und sie große Potentiale für die Entwicklung des Ortskerns bieten.

Aus diesem Grund wurde ein "teilräumliches verkehrsplanerisches Konzept" für die Freifllächen im funktionaler Ortskern erstellt.

Verkehrskonzept "Freiflächen des funktionalen Ortskerns"

Ziel dieses Konzepts war es, die derzeitge verkehrliche Situation zu bewerten und in der weiteren Entwicklung eine der Grundlagen für einen Freiraumplanerischen Ideenwettbewerb zu schaffen. Dieser Wettbewerb soll letztendlich eine Neugestaltung der Freiflächen ermöglichen.

Für das Konzept waren vor allem Fragen der zukünftigen Erschließung zu klären, Verkehrsflüsse zu optimieren und die Bedarfe des ruhenden Verkehrs, der Anlieger, der Nahmobilität, der Andienung und des Hol- und Bringverkehrs etc. zu berücksichtigen.

Vorrangiges Ziel ist hierbei die wirksame Entlastung der Plätze (z.B. verkehrsfreier Rathausplatz) vom fließenden und ruhenden Kfz-Verkehr zugunsten einer verbesserten Gesamtsituation für die städtebaulichen Nutzungen, Aufenthaltsqualitäten und ökologische Funktionen.

Diese Maßnahme ist abgeschlossen.

Realisierungswettbewerb

Bereits frühzeitig wurde das Büro Rittmannsperger Architekten/ Darmstadt beauftragt, mittels Machbarkeitsstudien die Entwicklungsmöglichkeiten bzw. -potenziale der städtischen Liegenschaften “Jägerhaus“ (Dieburger Straße 21), ehem. Feuerwehrhaus sowie Dieburger Straße 29/ 31 zu untersuchen. Ergänzt um eine verkehrsgutachterliche Stellungnahme des Büros Freudl Verkehrsplanung/ Darmstadt wurden die Einzelstudien zu einem „Masterplan funktionaler Ortskern“ zusammengefasst und bildet die Grundlage in der weiteren Entwicklung.

Übergeordnetes Ziel der Stadt Rödermark ist es, im „Funktionalen Ortskern“ öffentliche Nutzungen im engen räumlichen Zusammenhang zu bündeln, diese zukunftsfähig auszurichten sowie attraktive, belebte öffentliche Räume mit Aufenthaltsqualitäten zu schaffen.

Mithilfe des Realisierungswettbewerbs soll ein Freiraumplaner gefunden werden, der mit der weiteren Objektplanung beauftragt wird.