Wie im ISEK dargestellt, besteht im Untersuchungsgebiet ein Mangel an öffentlichen Freiflächen mit Aufenthaltsqualität. Das Angebot an Spielflächen für Kinder beschränkt sich auf den Spielplatz in der Gartenstraße, der in einem wenig ansprechenden Zustand ist und akuten Erneuerungsbedarf aufweist. Der Spielplatz wird aufgrund der mangelnden Attraktivität der Spielgeräte kaum von Kinder und deren Eltern angenommen. Gleichwohl ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Ortskern Ober-Roden höher als im gesamten Stadtteil und in der Gesamtstadt. Das unterstreicht den Handlungsbedarf. Bereits im Stadtleitbildprozess wurde der Ausbau von Spielflächen für Kinder und von Treffpunkten für Jugendliche thematisiert.
Beteiligung
Der Spielplatz in der Gartenstraße soll deshalb im Rahmen des Stadtumbaus naturnah neu gestaltet werden und um attraktive Verweilangebote ergänzt werden. Ein partizipatives Projekt unter Einbeziehung von Kindern und Eltern aus dem Ortskern ist vorgesehen. Gemeinsam mit den zukünftigen Nutzern soll erörtert werden, wie der Spielplatz der Zukunft aussehen soll und welchen Altersgruppen er vorrangig zur Verfügung stehen wird.
Ergänzende Angebote?
Spielräume im Wohnumfeld fördern die Entwicklung der Heranwachsenden und sind ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Stadtentwicklung. Ein Spielplatz ermöglicht Kindern soziale Kontakte mit Gleichaltrigen, die Sammlung neuer Erfahrungen sowie die Förderung der geistigen und emotionalen Entwicklung. Die Integration auf dem Spielplatz fällt leichter als an anderen Orten. Mit Blick auf die relativ hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen im Ortskern von Ober-Roden ist zu prüfen, ob Bedarf für weitere, ergänzende Angebote vorhanden ist. Aufgrund der wenigen grünen und naturnahen Spielflächen im öffentlichen Raum ist darüber nachzudenken, ob und an welchen Stellen kleine, wohnungsnahe Spielbereiche geschaffen werden könnten.