Bedarfsermittlung und Standortprüfung Rad- und Fußgängerunterführung

Standortprüfung und Bedarfsermittlung für eine Rad- und Fußgängerunterführung

Wie im ISEK beschrieben wurde, wirkt die S-Bahntrasse als starke Barriere mitten im Zentrum von Ober-Roden. Am oberirdischen, beschrankten Bahnübergang an der Haupt-Ortsdurchfahrt (Dieburger Straße) kommt es insbesondere in Stoßzeiten zu Rückstaus. Diese werden von den Bürgern als sehr lästig empfunden. Auch für die nicht-motorisierten Mobilitätsformen (Fußgänger, Radfahrer) gibt es keine andere Möglichkeit, die Bahntrasse im Stadtumbaugebiet zu queren. Dies betrifft auch und insbesondere Schulkinder auf dem Schulweg.

Ziel der Maßnahme war es daher, zu prüfen, ob und wo eine Fußgänger- und Radfahrerunterführung unter der S-Bahn-Trasse möglich und sinnvoll sein könnte. Mit einem extern beauftragten Gutachten sollte die Notwendigkeit einer solchen Unterführung ausgelotet werden (Nutzergruppen, Bedarfszahlen). Zugleich ging es darum, potenzielle Standorte auszudeuten. Die Grundüberlegung: Mit einer Unterführung könnte die Nahmobilität in Ober-Roden entscheidend gestärkt werden. Schnellere Verbindungen, beispielsweise zum Bahnhof Ober-Roden, und bequemere Schülerrouten wären die Folge.

Im Rahmen der Untersuchung wurde der Investitionsbedarf überschlägig ermittelt und in einem Kosten-Nutzen-Vergleich abgewogen.

1. Bauabschnitt

Gestaltung des Kreuzungsbereichs am Bahnübergang Dieburger Straße

Bei dieser Maßnahme ging es um die Neugestaltung der Verbindungsachse für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Bahnübergang und der Kulturhalle sowie der angrenzenden Grünflächen. Barrierefreiheit und ökologische Aspekte beim Anlegen der Grünbereiche (mehr Lebensraum für Insekten, Förderung der Artenvielfalt, mehr Fläche für Regenwasserversickerung) fanden besondere Berücksichtigung.

In einem ersten Schritt wurde eine Planungsgrundlage für die Gestaltung durch die städtischen Abteilungen Umwelt und Tiefbau erarbeitet. Die private „Leitbildgruppe Initiative liebenswertes Rödermark“, die sich zum Ziel gesetzt hat, Innenstadt-Bereiche durch Begrünungsmaßnahmen aufzuwerten, wurde eng in die Planung und Umsetzung eingebunden.

Im Verlauf der Planung konnten aus Optimierungs- und Synergiegründen weitere Flächen miteinbezogen werden. Dadurch hat sich der zu entsiegelnde und zu begrünende Bereich mehr als verdoppelt.

Mit der baulichen Umsetzung wurde die Firma Rudolph, Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Obertshausen beauftragt, die sowohl die Pflasterarbeiten am Weg und am Parkplatz als auch das Anlegen und Bepflanzen der Beete im Juni 2024 abgeschlossen hat.

Galerie

Nach der Umgestaltung